Mittwoch, 18. April 2018

"Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente"

Jedes Ende ist ein Anfang: "Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente"!

Peter Bognanni, übersetzt von Anja Hansen-Schmidt
Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente
978-3-446-25863-1
Hanser Verlag
Alter: 14+

Jonah ist tot, und Tess trauert. Er war ihre große Liebe, obwohl sie sich nur ein einziges Mal auf einer Party getroffen haben. Jonah kehrte danach nach Boston zurück, doch die beiden blieben in Kontakt, über Facebook, Twitter, E-Mail und Co. Trotz der großen Entfernung waren sie sich nah. Als Tess von Jonahs Selbstmord erfährt, bricht ihre Welt zusammen. Damit hat sie nicht gerechnet. Immer noch hofft sie, dass er auf ihre Nachrichten, die sie ihm weiterhin schreibt, antwortet. Vielleicht war ja alles nur ein blöder Scherz. Tess schmeißt die Schule hin und zieht in die Junggesellenbude ihres Vaters, der in ihrem alten Kinderzimmer ein ziemlich schräges Beerdigungsinstitut betreibt. Er organisiert z.B. Bestattungsfeiern für Hunde, großes Feuerwerk inklusive. Als Tess in voller Montur in den See springt, wird sie von Grace raus gefischt, die sich große Sorgen um sie macht und Tess Vater wachrüttelt. Ihm ist anscheinend nicht klar, dass seine Tochter Hilfe braucht. Tess schreibt weiter an Jonah: „#Dinge, die ich ohne Dich sehe“. Ihr Vater schleppt sie mit nach Florida, um das berühmte Rennpferd „Sergeant Bronson“ zu beerdigen. Irgendwo zwischen Fohlen-streicheln und hinterm Stall kiffen, hat Tess die perfekte Idee für eine unvergessliche Pferde-Trauerfeier. Sie beschließt, den Schulabschluss endgültig sausen zu lassen und wird Geschäftspartnerin ihres Vaters. Bei Grace, ihrer „Retterin“, die sich als Vaters Konkurrenz erweist, holt sie sich ein paar Tipps. Grace hat sich mit „Ruhe im Grünen“ auf nachhaltige Bestattungen spezialisiert, mit Bio-Särgen aus unbehandeltem Holz und ohne Schnick-Schnack. Tess Vater erklärt ihr, warum er mit der Bestattungs-Sache überhaupt angefangen hat. Er war mit der Trauerfeier und der Beerdigung für seine Mutter total unzufrieden, weil sie gar nicht zu ihr und ihrem Charakter gepasst hat. Sie hätte nie eine kirchliche Feier mit Pfarrer gewollt. Er will es besser machen. Leider mangelt es immer noch an menschlicher Kundschaft, aber er hat schon eine Idee. Tess fällt aus allen Wolken, als sie plötzlich eine Nachricht von Jonah erhält. Es stellt sich heraus, dass der wahre Jonah ihr schon seit einem halben Jahr nicht mehr geschrieben hat. Jonah war damals schon sehr depressiv und brach den Kontakt mit ihr ab. Sein bester Freund und Mitbewohner Daniel jedoch wollte nicht, dass Jonah Tess verliert, also schrieb er ihr von da an. Es tut ihm leid, dass er ihr nicht schon längst die Wahrheit gesagt hat. Daniel weiß alles über Tess, hat alle ihre Texte gelesen und sogar ihr Nacktfoto gesehen. Zunächst ist Tess einfach nur sauer, doch dann nimmt sie Kontakt mit Daniel auf. Die beiden telefonieren, und Tess erfährt eine Menge über ihn und auch über Jonah und was die beiden verband. Damit sie quitt sind, muss Daniel ihr auch ein Nacktfoto schicken. Sieht gar nicht mal so übel aus, wenn auch ganz anders als Jonah. Tess Vater beschließt, in einem Altersheim „Werbung“ zu machen. Die Sache geht ziemlich nach hinten los, doch die alte Betty kommt auf Tess zu und bittet sie, für sie eine Burleske-Beerdigung auszurichten, allerdings solange sie noch am Leben ist und ihre Demenz sich in Grenzen hält. Leider stirbt Betty vor ihrer „Beerdigung“. Plötzlich taucht Daniel auf. Tess wird klar, dass sie und er gemeinsam Jonah beerdigen müssen. Endlich erzählt sie auch ihrem Vater von Jonah. Mit Daniel fliegt sie zu Jonahs Mutter und wenig später sitzen sie mit Jonahs Asche in einem Flugzeug nach Sizilien. Dort wollte Jonah schon immer einmal hin. Gemeinsam lassen sie Jonah los und finden zurück ins Leben.
Eine wundervolle, außergewöhnliche Geschichte über das Leben, die Liebe und den Tod!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"One of us is lying"

Simon ist tot. Wer hat es getan?: "One of us is lying"!

Karen M. McManus, übersetzt von Anja Galic
One of us is lying
978-3-570-16512-6
cbj Verlag
Alter: 14+

Simon hat mit der, von ihm entwickelten, Klatsch-und-Tratsch-App schon die Leben vieler seiner Mitschüler zerstört. Kein Geheimnis ist vor ihm sicher. Er ist ein Nerd, ein unbeliebter Außenseiter, hat kaum Freunde. Eines Tages landet er mit vier weiteren Schülern beim Nachsitzen. Alle haben angeblich verbotenerweise ein Handy mit in den Unterricht gebracht. Plötzlich bricht Simon zusammen, nachdem er einen Becher Leitungswasser getrunken hat. Alle wissen von seiner Erdnussallergie, aber keiner hat gesehen, dass er etwas gegessen hat. Sein Epi-Pen ist unauffindbar, und im Krankenzimmer ist auch kein Ersatz aufzutreiben. Simon stirbt, und die anderen stehen unter Mordverdacht. Die Polizei findet Spuren von Erdnussöl in dem Becher. Alle, die in dem Raum waren, haben ein Motiv, denn Simon wollte ihre dunklen Geheimnisse verbreiten. Jemand stellt anonym ein (Mord-)Geständnis ins Netz und schickt den Link an die ganze Schule. Bald folgen weitere Posts des Unbekannten. Schließlich postet er das, was Simon nicht mehr veröffentlichen konnte, die dunklen Geheimnisse der Vier. Die Polizei konzentriert sich nur auf die Vier, sucht nicht einmal nach weiteren Verdächtigen. Auch die Medien sind bald an der Sache dran. Doch wer ist nun der Mörder?
Bronwyn ist in der Schule als Streberin bekannt. Sie will unbedingt in Yale studieren, denn das ist Familientradition. Für gewöhnlich bricht sie nie eine Regel, doch um ihre Chemie-Note aufzubessern, hat sie sie sich illegal die Lösungen für die Tests beschafft. Als die Sache auffliegt, sind ihre Eltern nicht begeistert, noch weniger von dem Mordverdacht. Ihre Anwältin hält es für besser, wenn sie keinen Kontakt mit den anderen hat. Bronwyns jüngere Schwester Maeve hackt Simons App und folgt seinen Spuren im Netz … .
Nate ist der Bad Boy, der übliche Verdächtige. Sein Vater ist Alkoholiker, seine psychisch kranke Mutter ist abgehauen. Nates schlechter Ruf kommt nicht von ungefähr. Er ist vorbestraft wegen Drogenverkauf, vertickt aber trotzdem weiter Drogen, weil er das Geld braucht. Vor den Besuchen seiner Bewährungshelferin versteckt er den Stoff beim Nachbarn. In der Grundschule war er mit Bronwyn befreundet. Jetzt kommen sie sich wieder näher. Er fährt sie an dem Tag, als Simon starb, nachhause. Später besucht er sie mehrmals. Damit niemand von ihrem Kontakt weiß, kommunizieren sie über Wegwerf-Handys. Schließlich verlieben sie sich. Plötzlich taucht Nates Mutter wieder auf … .
Addy ist hübsch, aber recht passiv. Sie tut als einzige nichts, als Simon zusammenbricht, außer danach hysterisch zu heulen. Sie hat keine eigene Persönlichkeit, definiert sich über ihren „perfekten“ Freund Jake, dessen Schoßhündchen sie ist. Als sie ihm gesteht, dass sie mit seinem Kumpel TJ geschlafen hat, rastet er aus, macht mit ihr Schluss und verprügelt TJ. Addy gerät vor allem deswegen in Verdacht, weil sie an Simons Todestag im Krankenzimmer war, bevor dort sämtliche Epi-Pens spurlos verschwanden … .
Cooper ist Baseballspieler, linkshändiger Werfer mit Riesen-Talent, zukünftiger Profi. Sein Vater setzt ihn ziemlich unter Druck. Cooper gerät unter Doping-Verdacht, bleibt aber relativ gelassen, denn er hat nicht gedopt. Sein wahres Geheimnis hat gar nichts mit Sport zu tun, sondern mit seinen Gefühlen für jemanden mit dem Namen Kris … .
Immer mehr Geheimnisse kommen ans Licht. Doch statt Antworten tauchen nur noch mehr Fragen auf. Nate wird schließlich verhaftet, aber ist er tatsächlich der Schuldige?
Vier Verdächtige, vier jugendliche Stereotypen, vier Perspektiven, und eine Überraschung!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783570165126

"Lars, mein Freund"

In Norwegen (zu Recht) zum Kinderbuch des Jahres gewählt: "Lars, mein Freund"!

Iben Akerlie, übersetzt von Ina Kronenberger
Lars, mein Freund
978-3-423-64039-8
dtv junior Verlag
Alter: 10+

Das neue Schuljahr fängt nicht gerade vielversprechend an für Amanda. Adam, der Klassenkamerad, für den sie schwärmt, scheint nicht einmal zu wissen, dass es sie gibt. Sie ist zu schüchtern, um auf ihn zuzugehen, und als sie ihn dann doch einmal auf dem Schulhof anspricht, spritzt er sie mit seiner Wasserflasche nass. Dann bekommt sie auch noch beim Paten-Projekt (wo sich die älteren Schüler um die Kleinen kümmern) als Einzige keinen süßen Erstklässler zugeteilt, sondern den gleichaltrigen Lars. Der hat das Down-Syndrom und wird, abgesehen von speziellem Förderunterricht, ab sofort ganz normal in Amandas Klasse gehen. Die Lehrerin meint, Amanda sei ja so reif für ihr Alter und Amandas Eltern meinen, sie solle es positiv sehen und als Herausforderung, doch Amanda macht sich Sorgen. Was, wenn Lars gemobbt wird? Was, wenn sie gemobbt wird, wegen Lars? Lars ist anders, aber ein netter Kerl. Er lädt Amanda gleich zu sich nachhause ein. Gemeinsam mit Lars Vater Bent machen sie Pasta mit der Pasta-Maschine. Lars ist der größte Harry-Potter-Fan überhaupt und liebt es, sich neue Zaubersprüche auszudenken. Nach ein paar Sekunden Befangenheit, macht Amanda begeistert mit. Sie schaffen es zwar nicht, Bent Hasenohren zu zaubern, aber trotzdem macht es einen Riesenspaß. Amanda genießt die lockere Zeit mit Lars, doch in der Schule wahrt sie Distanz. Nicht mal ihren besten Freundinnen erzählt sie, was sie mit Lars unternimmt und wie lieb sie ihn gewonnen hat. Die Klassenzicken Christina und Anna, die sich für die Coolsten halten, machen sich regelmäßig über Lars lustig. Sie nutzen jede Gelegenheit, unvorteilhafte und peinliche Fotos oder Videos von ihm mit ihren Handys zu machen, sogar im Sportunterricht, wo absolutes Handy-Verbot herrscht. Beim Zirkeltraining gibt Lars alles, mit einer Fahne in der Hand turnt er voller Schwung durch die Sporthalle und gibt dabei lautstark Zaubersprüche zum Besten. Dass er ausgelacht wird, scheint er gar nicht zu merken. Amanda sieht keinen anderen Ausweg, als ihn mit einem ihrer geheimen Zaubersprüche zu stoppen. Auch beim Schulausflug zum Pilze sammeln im Wald haben Christina und Anna ständig ihre Handys auf Lars gerichtet und lachen sich schief dabei. Lars kümmert es wenig. Amanda fragt sich, was die beiden mit den Fotos und Videos machen. Auf Annas Blog tauchen sie jedenfalls nicht auf, dort postet sie nur Schminktipps. Amanda und ihre Freunde entdecken, dass Anna noch einen zweiten, geheimen Blog hat „retardedmuch“ („sehr zurückgeblieben“). Der Blog ist richtig gemein, Mobbing von der übelsten Sorte. Auch von Amanda kursieren dort ein paar unschöne Bilder. Anna und Christina versprechen, die zu löschen, dafür muss Amanda ihnen ihre eigenen unvorteilhaftesten Bilder von Lars zur Verfügung stellen. Amanda bereut, kaum das sie zugestimmt hat. Sie weiß, dass es falsch war. Sie hätte einem Lehrer oder ihren Eltern von dem Blog erzählen sollen. Obwohl ihre Bilder nicht auf dem Blog auftauchen, hat sie ein schlechtes Gewissen. Dann tauchen sie doch noch auf, in einer Power-Point-Präsentation, die ein Lehrer vor der ganzen Stufe hält. Alle sind sehr enttäuscht von Amanda, ihre Freunde, die Lehrer und vor allem Lars. Lars ist nicht länger ihr Patenkind. Ihre Entschuldigung nimmt er nicht an. Um ihm zu beweisen, dass es ihr wirklich leid tut, bedarf es etwas Stärkeres als Worte, auch wenn es für Amanda bedeutet, sich bei der Weihnachtsschulaufführung vor allen lächerlich zu machen … .
10000 norwegische Kinder können sich nicht irren: Dieses Buch ist einfach phänomenal!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 11. April 2018

"Fire & Frost – Vom Eis berührt"

Feurig, Frostig, Fantastisch: "Fire & Frost – Vom Eis berührt"!

Elly Blake, übersetzt von Yvonne Hergane
Fire & Frost – Vom Eis berührt
978-3-473-40157-4
Ravensburger Verlag
Alter: 14+

Die siebzehnjährige Ruby ist ein Fireblood. Mit ihrer Mutter, einer Heilerin, lebt sie in einem kleinen Dorf, fernab vom Palast des Frostkönigs Rasmus, einem grausamen Tyrannen, der mit seiner Armee von Frostblood-Soldaten die Firebloods nahezu ausgerottet hat. Trotzdem kommen die Soldaten eines Tages ins Dorf, töten Rubys Mutter, brennen alles nieder und nehmen Ruby mit. Sie halten sie gefangen und übergießen sie immer wieder mit Eiswasser, um ihre Gabe zu schwächen, bis sie von Arcus befreit wird. Arcus ist ein Frostblood, arbeitet aber mit einer Gruppe Rebellen zusammen, die den König stürzen wollen. Arcus bringt sie in eine Abtei. Der Heiler Bruder Gamut kümmert sich um ihren geschwächten Körper und ihre Verletzungen, Bruder Thistle, ein Frostblood, will ihren Geist trainieren. Ruby hat ihre Gabe nicht unter Kontrolle, da sie sie stets verbergen musste und ihr jede Übung fehlt. Sie muss lernen, sich zu konzentrieren und zu fokussieren. Viele in der Abtei trauen ihr nicht, wie Schwester Pastel und Bruder Lack. Pastel ändert jedoch ihre Meinung, als ein Feuer ausbricht und Ruby sie aus der brennenden Bibliothek rettet. Andere sind der Meinung, Ruby habe das Feuer überhaupt erst verursacht. Ruby haut für eine Weile ab, kehrt jedoch zurück, als sie erfährt, dass ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt ist und sie sonst nirgends hin kann. Arcus erklärt ihr den Plan. Zur Sommersonnwende, wenn ihre Kraft am Stärksten ist, will er sie in den Palast schleusen, wo sie den König töten soll. Bis dahin muss sie hart trainieren. Thistle unterrichtet sie, und Arcus wohnt dem Unterricht bei. Ruby macht Fortschritte, doch sie hat ihr Feuer immer noch nicht im Griff. Sie hat Angst, jemanden zu verletzen. Durch körperliche Arbeit wird ihr Körper gestärkt. Arcus bringt ihr bei, wie man sich mit einem Schwert verteidigt. Dabei ist er nicht gerade nett zu ihr. Trotzdem macht ihr das Training mit ihm irgendwann Spaß, wenn er sie nicht gerade in den Teich wirft. Da ist dieses Kribbeln im Bauch, wenn sie mit ihm zusammen ist. Beim Training zündet sie versehentlich Arcus Kapuze an. Als er sie abnimmt, sieht sie zum ersten Mal sein Gesicht, das von Brandwunden entstellt ist. Über seine Vergangenheit und die Quelle der Narben schweigt Arcus sich aus. Nach einem Beinahe-Kuss gehen sich die beiden eine Weile aus dem Weg, doch schließlich küssen sie sich doch noch. Bruder Thistle glaubt an eine Prophezeiung. Er meint, Ruby sei diejenige, die einen dunklen Fluch brechen kann. Vielleicht muss sie den König gar nicht töten. Vielleicht reicht es aus, seinen Thron, die dunkle Quelle seiner Macht zu zerstören (schmelzen), um ihn vom Wahnsinn zu befreien. Als Bruder Lack Ruby verrät und Soldaten das Kloster stürmen, flieht Ruby, leider direkt in die Arme des Hauptmannes, der ihre Mutter tötete. Er bringt sie zum König. Rasmus ist kalt und mächtig, Rubys Gabe versagt. Er hasst Schwäche und will sie töten, doch die Adelige Marella, deren Familie nicht ganz so loyal ist, wie sie vorgibt, setzt sich für sie ein. Ruby darf um ihr Leben kämpfen. Nachdem sie ein Untier besiegt hat, muss sie in der Arena gegen die besten Krieger kämpfen. Obwohl es anfangs aussieht, als hätte sie keine Chance, siegt sie, sogar gegen den Hauptmann. Ein dunkler Schatten bemächtigt sich ihrer, vergiftet sie, wie er auch den König vergiftete. Der Schatten lässt sie siegen, doch je mehr sie siegt und tötet, desto mehr verliert sie sich selbst. Dann steht Ruby in der Arena ihrem letzten Gegner gegenüber, dem wahren Thronerben, dem Mann, den sie liebt … .
Eisig-feurige Fantasy zum Dahinschmelzen und Feuer fangen! Band 2 kommt im Herbst!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Vertrauen und Verrat"

Undercover-Mission statt Hochzeit: "Vertrauen und Verrat"!

Erin Beaty, übersetzt von Birgit Schmitz
Vertrauen und Verrat
978-3-551-58383-3
Carlsen Verlag
Alter: 14+

Im Reich Demora sind arrangierte Hochzeiten, mit dem Zweck politische Allianzen zu bilden, an der Tagesordnung. Die Ehepartner lernen sich selten vor der Hochzeit kennen. Die sechzehnjährige Waise Sage lebt bei ihrem Onkel, Lord William, einem einflussreichen Mann. Sie selbst ist nicht adelig. Sie unterrichtet ihre jüngeren Cousins und Cousinen und möchte bald eine Lehre beginnen, doch ihr Onkel hat andere Pläne. Er bestellt die oberste Kupplerin Madam Rodelle ins Haus, damit die für Sage einen angemessenen Gatten findet. Sage ist davon nicht begeistert. Um der Hochzeit zu entgehen, wird sie Madam Rodelles Lehrling und findet sich bald darauf mitten in einem Undercover-Einsatz wieder. Zusammen mit ihrer Dienstherrin bringt sie zehn adelige Bräute zum traditionellen Concordium (Kupplerball). Dabei soll sie sowohl die Bräute als auch die Soldaten, die die Kutschen als Eskorte begleiten, bespitzeln und alle gesammelten Daten an Rodelle weitergeben. Hauptmann Alex Quinn, der die Soldaten anführt, hat einen ähnlichen Auftrag. Es droht ein Krieg mit den Kimisaren, und er soll die Bräute und die adeligen Gastgeber, bei denen sie auf der Reise einkehren, im Auge behalten, speziell einen bestimmten Herzog, der mit dem Feind im Bunde sein soll. Quinns Vertraute sind Robert, der Kronprinz vom Demora, der jedoch inkognito reist, und Ash, unehelicher Königssohn, der sich als einfacher Soldat tarnt und für Quinn spioniert. Ash wundert sich über Sage, die so anders ist als sie restlichen Bräute und ahnt nicht, dass sie die Rolle der Braut nur zur Tarnung spielt. Er sieht, wie sie Notizen macht, behauptet jedoch, selbst nicht lesen zu können. Sage will es ihm beibringen. Sie bemerkt, dass er bei seinen ungeschickten Schreibversuchen stets die linke, sonst aber die rechte Hand benutzt, und fragt sich, warum er ihr etwas vorspielt. Sage fragt Charlie aus, Quinns Bruder, der die Soldaten als Page begleitet. Charlie seinerseits versucht, ihr Informationen zu entlocken. Quinns Leute spionieren Sage und den Ladys hinterher. Im Grunde bespitzelt auf dieser Reise jeder jeden. Sage freundet sich mit Lady Clare an. Die anderen Ladys wollen nichts mit Sage zu tun haben. Mit Leuten, die nicht von Stand oder unehelich geboren sind, gibt sich der Adel gewöhnlich nicht ab. Sage hatte vorher noch nie eine Freundin. Dann melden Quinns Späher, dass sich in der Nähe ein großes Söldnerheer sammelt. Quinn schnüffelt heimlich in Sages Sachen und entdeckt ihr Notizbuch. Ihm wird klar, dass sie keine feindliche Spionin sondern die Assistentin der Kupplerin ist. Er bewundert Sages Beobachtungsgabe und bittet Madam Rodelle, sie ihm als Spionin für seine Mission zur Verfügung zu stellen. Sage reitet mit Ash. Nachdem beide nun die wahre Identität des anderen kennen, findet Sage seine Gesellschaft angenehm. Sage erkennt eine Absicht in den Hochzeiten der Familie des verräterischen Herzogs. Sie vermutet, dass er mithilfe der Mitgiften eine Armee aufbaut, und dass er vielleicht plant, die Bräute als Geiseln zu nehmen, ahnt aber nichts von seinen Absichten, den Kronprinz zu entführen und den König, den er hasst, zu stürzen. Bald ist die Reisegruppe zu Gast beim Herzog. Um seine Truppen zu schwächen vergiften Quinns Leute das Wasser mit Krankheitskeimen. Sage und Ash kommen sich näher und sie findet die Liebe, die sie nie suchte. Doch dann macht er ihr ein Geständnis. Sein Name ist überhaupt nicht Ash Carter! Sage ist wütend und weiß nicht, wem sie überhaupt noch trauen kann. Währenddessen schmiedet der Herzog finstere Pläne … .
Romantasy vom Feinsten! Ich lechze jetzt schon nach der Fortsetzung (kommt erst 2019)!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Valor – Die Verschwörung im Königreich"

Schwestern müssen zusammenhalten: "Valor - Die Verschwörung im Königreich"!

Ruth Lauren, übersetzt von Maren Illinger
Valor – Die Verschwörung im Königreich
978-3-407-74852-2
Gulliver/ Beltz Verlag
Alter: 11+

Valors Eltern waren einst bei der königlichen Familie hoch angesehen. Ihre Mutter war die oberste Jägerin und ihr Vater der königliche Berater. Doch als Valors Zwillingsschwester Sasha im Gefängnis Tyur'ma landet, weil sie den Nationalschatz, eine Spieluhr, gestohlen hat, fällt die Familie in Ungnade. Die Spieluhr sollte den Frieden bringen. Die Königin sollte sie in einer feierlichen Zeremonie an ihre ursprüngliche Besitzerin, die Herrscherin des verfeindeten Nachbar-Reiches übergeben. Doch die Spieluhr ist verschwunden, und Sasha gibt nicht preis, wo sie ist. Valor plant, Sasha zu befreien. Um im Gefängnis zu landen, verübt sie ein Attentat auf Prinz Anatol, schießt aber mit ihrer Armbrust absichtlich knapp daneben. Sie wird gejagt, geschnappt, verhaftet und gemeinsam mit dem jungen Dieb Feliks von den Friedenswächtern nach Tyur'ma gebracht, dem Gefängnis aus Stein und Eis, aus dem noch nie jemand entkommen ist. Dort macht sie sich gleich unbeliebt, sowohl bei der Aufseherin als auch bei ihrer Zellengenossin Katia. Bei ihrer Arbeit in den Minen lässt Valor ein Werkzeug mitgehen, befreit sich nachts von ihren Ketten und gelangt zu Sasha, die bei den Schwarzen Händen, den gefährlichsten Verbrechern, eingesperrt ist. Sasha beteuert, dass sie unschuldig ist. Sie hat die Spieluhr nicht gestohlen, doch da alle sie für schuldig halten, sucht niemand nach dem wahren Dieb. Valor bereut, an ihrer Unschuld gezweifelt zu haben. Prinz Anatol kommt nach Tyur'ma und will wissen, warum sie ihn töten wollte und was sie über die Spieluhr weiß, doch Valor schweigt. Sie rettet dem Prinzen das Leben, als seine Kutsche von Wölfen angegriffen wird, denn sie kann besser schießen als sämtliche Wachen. Ausnahmsweise duldet die Aufseherin, dass man Valor eine Waffe gibt, weil es um Leben und Tod geht. Als wenig später die gesamte königliche Familie das Gefängnis besucht, belauscht Valor einen Streit zwischen dem Prinzen und der Prinzessin. Die anderen Gefangenen bekommen Wind von Valors Fluchtplänen und wollen sich ihr anschließen, Feliks und Katia sind in Ordnung, doch Valor weiß nicht, ob sie Nikolai trauen kann. Natalia scheint am wenigsten vertrauenswürdig, sie denkt nur an Vorteile für sich und ist der Spitzel der Aufseherin. Sie droht Valor, wenn sie sie nicht mitnimmt, wird Sasha es büßen. Um an die Schlüssel eines Wärters zu kommen und Abdrücke davon auf einem Stück Seife zu machen, sorgt Valor in der Küche für Ablenkung, indem sie sich die Hände verbrüht. Ihre neuen Freunde fertigen in der Schmiede heimlich Kopien der Schlüssel an. Valor erkundet in einer nächtlichen Aktion den Turm und findet einen unterirdischen Geheimgang, wird jedoch von der Aufseherin ertappt. Valor und Sasha werden in Eiskuppeln gesperrt, bis sie beinahe erfrieren. Dann bricht ein Feuer aus, der Turm ist nur noch eine Ruine, der Fluchtweg ist versperrt. Bei der Arbeit in der Wäscherei schmiedet Valor einen neuen Plan. Sie und die anderen fliehen durch die Kanalisation. Plötzlich stehen Valor und Sasha Prinz Anatol höchstpersönlich gegenüber. Welches Spiel spielt er? Er behauptet, er sei auf ihrer Seite. Sein Spion Nikolai hätte sie eigentlich von der riskanten Flucht abhalten sollen statt mit ihnen zu kommen. Er glaubt an Sashas Unschuld, und seit Valor ihn vor den Wölfen rettete und er gesehen hat, wie gut sie schießt, wird ihm klar, dass sie ihn nicht wirklich töten wollte. Er will unbedingt wissen, wer wirklich die Spieluhr gestohlen hat und den Frieden gefährdet. Gemeinsam stellen sie dem wahren Dieb eine Falle … .
Nicht ohne meine Schwester! Ein mutiges Mädchen deckt eine Verschwörung auf! Super!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 4. April 2018

"Propeller-Opa"

Ein betagter Kriegsheld hebt ab: "Propeller-Opa"!

David Walliams, übersetzt von Bettina Münch und Christiane Steen
Propeller-Opa
978-3-499-21785-2
Rowohlt Rotfuchs Verlag
Alter: 10+

Wir schreiben das Jahr 1983, doch für Jacks Opa ist noch immer 1940, und er ist der Held der Royal Air Force in der Luftschlacht um England. Der schüchterne Jack, der kaum Freunde hat, und am liebsten allein in seinem Zimmer mit seinen Modellflugzeugen spielt, liebt die Kriegsgeschichten von Opa und spielt Opas „Spiel“ bereitwillig mit, doch Jacks Eltern meinen, Opa sei im Altersheim „Twilight Towers“ besser aufgehoben. Opa vergisst immer mehr, kocht Tee, ohne ihn zu trinken, oder lässt Wasser in der Wanne überlaufen und überschwemmt seine Wohnung. Eines Tages läuft Opa weg und klettert auf die Kirchturmspitze, wo er glaubt, er fliege in seiner Spitfire über die Stadt. Nur Jack, der „Staffelkapitän“, bringt es fertig, Opa, den „Oberstleutnant“, dort wieder runter zu holen. Jacks Eltern beschließen nun endgültig, Opa ins Heim zu geben, doch Jack setzt durch, dass Opa erst einmal bei ihnen wohnen darf. Jack nimmt Opa mit zur Schule. Im Geschichtsunterricht begeistert er Jacks Klasse mit seinen Abenteuern, doch die Lehrerin bringt ihn mit ihren Jahreszahlen aus dem Takt. Nachts steigt Opa aus dem Fenster und ist danach tagelang verschwunden. Als Jacks Klasse einen Ausflug ins Kriegsmuseum macht, hört Jack plötzlich Schnarchgeräusche aus der alten Spitfire, die dort an der Decke hängt. Opa macht darin ein Nickerchen! Es gelingt Jack zwar, Opa wieder auf den Boden zu holen, doch dabei werden einige Flugzeuge und ein Wachmann beschädigt. Opa und Jack werden von Scotland Yard verhaftet und von den Agenten Beef und Bone verhört. Das Verhör ist eine Farce. Beef und Bone können sich einfach nicht einigen, wer den guten und wer den bösen Cop spielt. Opa glaubt, die beiden seien von der Gestapo, schließt sie in der Zelle ein und ergreift mit Jack die Flucht. Leider hetzten Jacks Eltern die Polizei auf Opa. Er muss zwar nicht ins Gefängnis, aber dafür nach „Twilight Towers“. Opa glaubt, er sei im Kriegsgefangenenlager gelandet. Allzu groß ist der Unterschied auch nicht. Heimleiterin Miss Swine und ihre gruseligen Krankenschwestern Jasmin, Rose und Iris pumpen die Alten Leute mit Pillen voll, so dass sie die ganze Zeit schlafen, nur Opa trickst und bleibt wach. Miss Swine fälscht außerdem die Testamente der Bewohner, um kräftig abzusahnen. Beim Besuchstag erklärt Opa Jack seinen Fluchtplan. Er will mit einem Löffel einen Tunnel in die Freiheit graben. Leider fliegt der Plan auf, doch Opa hat eine neue Idee. Er tauscht die Schaftabletten gegen Smarties und organisiert eine Massenflucht. Alle seilen sich an einer Kette aus Unterhosen vom Dach ab. Nur eine dicke Dame steckt in der Dachluke fest. Jack und Opa finden heraus, dass die gruseligen Krankenschwestern verkleidete Männer sind. Miss Swine attackiert Opa mit einem Elektroschocker und sengt seinen Bart an. Als im Heim dann Feuer ausbricht, versucht Opa vergeblich, Miss Swine, den „Kommandanten“, zu retten, obwohl sie der Feind ist. Die gefälschte Testamente, die Jack Opa als Nazi-Dokumente verkauft, nehmen sie bei ihrer Flucht mit. Opa ist voll in Fahrt und will wieder seine Spitfire fliegen, daher beschaffen die beiden Proviant und brechen dann im Kriegsmuseum ein. Erst besorgen sie sich die passenden Uniformen und dann holen sie das Flugzeug von der Decke. Sie benutzen einen alten Panzer, um das Tor aufzubekommen. Da der Tank der Spitfire leer ist, müssen sie erst einmal eine Tankstelle aufsuchen. Verfolgt vom Museumswärter und der Polizei, heben sie endlich ab. Kampfflugzeuge folgen ihnen, doch Opa will sich nicht ergeben … .
Auf, auf und davon! Das ist Freiheit! Eine grandiose Story vom Autor der „Gangsta-Oma“!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Luzifer Junior 3 – Einmal Hölle und zurück"

Wo zum Teufel steckt der Teufel?: "Luzifer Junior 3 – Einmal Hölle und zurück"!

Jochen Till
Luzifer Junior 3 – Einmal Hölle und zurück
978-3-7855-8638-9
Loewe Verlag
Alter: 10+

Luzie hat ein mieses Gefühl. Er kann seinen Vater, den Teufel, nicht erreichen. Auch Vaters Spion Auribus, der in Gestalt von Schwester Miriam Luzie im Auge behalten soll, bekommt keine Antwort auf seine E-Mails, dafür aber eine Nachricht, dass die Hölle unter neuer Leitung sei. Wer hat es gewagt, den Teufel vom Thron zu schubsen? Mit seinen Freunden Lilly, Aaron und Gustav will Luzie der Sache in der Hölle nachgehen. Außerdem können sie dort vielleicht herausfinden, was es mit Lillys dämonischen Kräften auf sich hat. Auribus fälscht Entschuldigungsschreiben der Eltern der Jungs, damit keiner in der Schule sie vermisst. Doch Lilly ist ja keine Schülerin. Bei Lillys Onkel, dem Hausmeister, müssen sie sich also etwas anderes einfallen lassen. Ein Sorgenfrei-Hintern-Streichel-Zauber kommt da gerade recht. Der Weg in die Hölle ist weit, und der Zugang wird vom Yeti bewacht, der für Menschen nicht viel übrig hat. Luzie, Teil-Dämonin Lilly und Auribus dürfen ohne Probleme passieren, doch Aaron und Gustav müssen erst mal dämonische Rätsel lösen. Zum Glück sind diese für Menschen nicht allzu schwer. Die Freunde springen durch ein Loch und landen geradewegs in der Hölle, wo die Menschen, Aaron und Gustav, vor einem neuen Problem stehen. Sie sind zu lebendig, um von dem Fährmann befördert zu werden. Zum Glück gibt es Scheintot-Zauber. Der Fährmann verrät, dass jetzt Luzies Onkel das Sagen hat. Das wundert Luzie. Gabriel auf dem Thron? Das passt gar nicht zu ihm. In der Hölle geht es drunter und drüber. Es gibt zu viele Neuankömmlinge, darunter erstmals auch Kinder, die doch sonst immer alle nach „oben“ kommen. Das spricht sehr dafür, dass der CEO, der große Oberboss, tatsächlich den Burnout hat, und da nichts mehr läuft, wie es soll. In der Hölle sind die kreativem Bestrafungs-Methoden brutaler Einheits-Folter gewichen. Die meisten Höllenbewohner halten nicht allzu viel von dem neuen Chef. Endlich finden die Freunde Gabriel. Doch er ist gar nicht der neue Chef! Von ihm erfährt Luzie, dass er mehr Onkel hat, als er bislang ahnte. Drei von ihnen, Michael, Raffael und Uriel, arbeiten jedoch „oben“, daher hat Luzie sie nie kennengelernt, und dann ist da noch Azrael, ein ganz fieser Typ, der bis vor kurzem noch in die Arktis verbannt war, wo er Schneeflocken zählen musste. Azrael hat seine eigenen Vorstellungen von der perfekten Hölle. Er hat die ganze moderne Technik verbannt, die Cafeteria geschlossen, die Arbeitszeit der Dämonen drastisch erhöht. Da alle seine schwarzen Blitze fürchten, gibt es praktisch keinen Widerstand. Eher durch Zufall treffen Luzie und seine Freunde auf Steven, den höllischen Technikexperten, der sich in seinem geheimen, und gut getarnten Labor versteckt hält. Steven freut sich höllisch über das iPhone und das Tablet, das Luzie ihm aus der Menschenwelt mitgebracht hat. Die irdische Technik ist einfach so viel fortschrittlicher als die der Hölle. Steven hat einen Plan, aber dafür muss das Finsternet wieder funktionieren. Luzie und seine Freunde wagen sich zum Kontrollraum, um den entscheidenden Hebel umzulegen. Doch leider geraten Luzie und Lilly in Gefangenschaft. Azrael legt sie in Ketten. Luzie soll den Köder spielen, um seinen Vater aus seinem Versteck zu locken. Zeigt sich der Ex-Oberteufel nicht, wird Luzie von Azraels schwarzen Blitzen in Einzelteile zerlegt! Luzie hofft, dass sein Papa bald auftaucht, doch die Frist läuft ab, und kein Papa in Sicht. Luzie ist kurz davor, die Hoffnung aufzugeben. Doch wozu hat man Freunde? Aaron, Gustav und Auribus nahen zur Rettung!
Höllisch gut, aber lässt noch viele Fragen offen. Ich lechze förmlich nach Band 4!!! ;-)
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783785586389

"König Guu"

Die erste Heldin mit Bart: "König Guu"!

Adam Stower, übersetzt von Sabine Schulte
König Guu
978-3-8489-2100-3
Aladin Verlag
Alter: 8+

Ben ist ein kleiner, dünner Junge, der in der Schule von Monty, dem fiesen Sohn des Bürgermeisters, tyrannisiert wird. Meistens schafft er es irgendwie, Monty aus dem Weg zu gehen, doch drei Tage vor Beginn der Sommerferien fällt er Montys Schlägerbande, bestehend aus den fetten Zwillingen Bertie und Gertie sowie dem langen Tommy, auf dem Schulhof in die Hände. Monty ist natürlich auch nicht fern. Er will Bens Taschengeld, doch alles, was aus Bens Taschen purzelt, als die Zwillinge ihn auf den Kopf stellen, sind wertlose Kleinigkeiten und ein paar Bonbons, die sich der verfressene Monty gleich unter den Nagel reißt. Monty bricht sich einen Zahn ab, weil er zu spät merkt, dass im Bonbonpapier gar keine Bonbons sind, sondern Bens verstecktes Taschengeld. Ben flieht, aber landet in einer Sackgasse. Plötzlich fällt er in ein Loch. Solche Löcher tauchen in letzter Zeit überall in der Stadt auf, und keiner weiß woher und warum. Ben kriecht durch einen Tunnel und findet sich in einem riesigen Wald wieder. Wo ist die Stadt geblieben? Er macht die Bekanntschaft von König Guu, einem Wesen mit langem Bart. Er staunt nicht schlecht, als er erfährt, dass dieser König Guu ein Mädchen ist. Ein Mädchen mit Bart? Guu lebt in einem riesigen Baumhaus, zusammen mit dem Wombat Herbert. Herbert gräbt für sein Leben gern Tunnel. Daher kommen also die ganzen Löcher in der Stadt. Leider haart Herbert auch sehr, aber Guu benutzt die Haare, um daraus alles mögliche zu machen. Ben und Guu haben jede Menge Spaß zusammen, und Ben verspricht, am nächsten Tag nach der Schule wieder zu kommen. Leider folgen Monty und seine Schlägerbande ihm in den Tunnel. Ben und Guu müssen das Baumhaus verteidigen. Zum Glück hat Guu eine Menge nützlicher Dinge erfunden, um Feinde zu vertreiben, z.B. das Kuh-Kacke-Katapult, das tatsächlich mit Kuh-Kacke schießt. Und Guus U.W.E.S. Gewehr, das eigentlich zum Abfeuern von Saatgut konstruiert wurde, funktioniert auch prima mit stinkender Stinktier-Munition. Doch Monty gibt nicht auf. Ben ist verwirrt und enttäuscht, als Guu ihn plötzlich an Monty ausliefert. Erst später begreift er, dass sie das nur zum Schein getan hat, um Monty und seine Freunde in eine Falle zu locken. Monty fliegt in einen Tümpel, wird weggespült durch eine Schleuse und erst im Stadtpark wieder ausgespuckt. Am nächsten Tag in der Schule entschuldigen sich Tommy und die Zwillinge bei Ben. Sie haben einen Heiden-Respekt vor Guu, und werden Ben in Zukunft lieber in Ruhe lassen, doch Monty will Rache. Er trifft sich mit dem Schädlingsbekämpfer Herr Töhdlig, der für seinen Vater arbeitet. Den setzt er auf Wombat Herbert an und verspricht ihm die Hälfte der Summe, die auf das Ergreifen des Verursachers der Senklöcher ausgeschrieben ist. Ben belauscht das Gespräch. Er und Guu bereiten sich auf den Überfall der beiden vor. Es kommt gar nicht in Frage, dass Monty und Töhdlig den armen Herbert gefangen nehmen, ihn als „Übeltäter“ präsentieren und dafür auch noch eine fette Belohnung kassieren. Guu hat einen Plan, wie sie den beiden die Suppe versalzen kann, doch irgendwas scheint schief zu laufen, denn Töhdligs Schnappzu-Falle schnappt zu. Doch als Töhdlich die Falle vor dem Bürgermeister und großem Publikum öffnet, gibt es eine Überraschung … .
Eine witzige Geschichte mit vielen tollen Bildern im Comic-Stil, mit einem liebenswerten (Anti-)Helden und einer ungewöhnlichen (und bärtigen) Heldin! Mein Liebling ist aber ganz klar der Wombat Herbert!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 28. März 2018

"Ich wollt ich wär ein Kaktus"

Mamas neuer Freund, das Landleben und ich: "Ich wollt ich wär ein Kaktus"!

Mina Teichert
Ich wollt ich wär ein Kaktus
978-3-522-50592-5
Planet!/Thienemann Verlag
Alter: 10+

Lucinda (genannt Lu) spielt Trompete und sammelt Kakteen. Manchmal wünscht sie sich, sie wäre auch ein stacheliger Kaktus, dann könnte ihr keiner was. Lus Eltern haben sich getrennt, und ihre Mama hat jetzt einen neuen Freund. Jo ist Bauer und um einiges jünger als Lus Mama. Um in Jos Nähe zu sein, will Mama mit Lu aufs Land ziehen, in die Einliegerwohnung von Oma Käthe. Die Oma ist ein bisschen seltsam. Sie steht auf Esoterik und spricht ständig von Auren. Lu will nicht umziehen und ihre Freunde und Papas großen Flachbildfernseher zurücklassen, doch sie hat keine Wahl. Am ersten Morgen in der neuen Wohnung wird Lu um 5:30 Uhr von Herbert, Omas Hahn, geweckt. Ihr neues Zimmer ist winzig, Jos und Mamas ständiges Geknutsche nervt, und der erste Schultag verläuft auch nicht so prickelnd. Lu wird fast von einem Buch erschlagen, das Julian durch die Gegend schmeißt, und sie hat eine unangenehme Begegnung mit der fiesen Isa auf der Schultoilette. Allerdings findet Lu auch zwei Freundinnen, Bücherwurm Lil und Tara, die auf dem Platz neben Lu sitzt. Am Nachmittag geht Lu zum Musikunterricht und trifft Julian, der ebenfalls Trompete spielt. Da der Unterricht ausfällt, weil der Lehrer im Stau steht, holen sich die beiden beim Bäcker Brötchen und quatschen. Julians Eltern sind auch getrennt, und seine Mutter hatte auch mal einen jüngeren Freund, doch es hat nicht funktioniert, weil er nicht „reif“ genug für sie war. Reif? So wie Obst? Lu versteht das nicht. Sie überlegt, wie sie den Blödmann Jo schnellstens loswerden kann, weil sie nicht ewig mit seinem Kuhgestank und seinen blöden Sprüchen leben will. Zum Abschied küsst Julian sie auf die Wange, und in ihrem Bauch kribbelt es ganz komisch. Am nächsten Tag auf dem Pausenhof gerät Lu wieder mit Isa aneinander, die die jüngeren Kinder quält. In einem Anfall von Mut stellt sie Isa zur Rede, die wird wütend, doch zum Glück kommt ein Lehrer des Weges. In der nächsten großen Pause gehen Lu, Lil, Tara und Julian und noch ein paar Freunde in den „weißen Drachen“. Das ist das vietnamesische Restaurant von Lils Eltern. Lils Oma ist ein bisschen seltsam. Sie sieht überall Einbrecher und Terroristen und ist daher mit einem Spielzeuggewehr bewaffnet. Sie erschreckt Lu fast zu Tode, als sie damit auf sie zielt, denn das Gewhr sieht sehr echt aus. In der Küche essen die Kinder gebackene Bananen mit Honig. Das schmeckt auch Lu, die eigentlich keine Bananen mag. Lu verabredet sich mit Tara, und die beiden gehen zum See. Tara ist echt nett und Lu mag sie. Als sie zurückkommen, begegnen sie Lus Oma. Hahn Herbert ist tot, und Oma redet über Voodoo, und dass sie ihn wieder zum Leben erwecken wird. Das ist Lu peinlich, weil Tara den Quatsch tatsächlich glaubt und die Oma für total psycho hält, doch dann erklärt Oma, dass alle ihre Hähne immer Herbert heißen. Dieser war schon der 12. Sie wird einfach einen neuen Herbert besorgen und den alten beerdigen. Papa kommt zu Besuch. Er hat jetzt auch eine neue Freundin, Emine. Er will sie demnächst heiraten, in der Türkei. Tara erweist sich als doch nicht so nett, wie Lu dachte. Lu hat ihr erzählt, dass sie Julian mag, und Tara erzählte überall in der Schule herum, Lu wäre voll in Julian verknallt. Alle machen sich über Lu lustig. Na toll! Der neue Herbert hackt Lu in die Hand, und Jo benimmt sich verdächtig, telefoniert leise, wühlt in den Schubladen und versteckt einen Sack in der Garage, Lu verfolgt ihn heimlich. Bei ihren Recherchen begegnet sie Julian und der begleitet sie zu Jos Bauernhof, und fällt dort in die Jauchegrube … !
Eine witzige Geschichte über eine „stachelige“ Heldin und ihre großen und kleinen Sorgen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Dolphin Dreams – Ein einzigartiger Sommer"

Eine ganz besondere Freundschaft: "Dolphin Dreams – Ein einzigartiger Sommer"!

Catherine Hapka, übersetzt von Ulrich Thiele
Dolphin Dreams – Ein einzigartiger Sommer
978-3-7855-8815-4
Loewe Verlag
Alter: 10+

Die elfjährige Annie liebt das Meer. Sie lebt mit ihrer Familie, ihren Eltern und ihren beiden Brüdern Will und Jacob, an der Küste von Connecticut. Ihr Vater betreibt ein Meeresfrüchte-Restaurant und hat immer viel zu tun, obwohl das Restaurant besser laufen könnte. Die Touristen gehen meist woanders essen. Gerade sind Sommerferien, und Annie freut sich darauf, ganz viel Zeit mit ihrer besten Freundin Emma zu verbringen, so wie eigentlich jeden Sommer. Doch zwischen den beiden Freundinnen beginnt es zu kriseln. Emma ist seit einiger Zeit ständig mit Oberzicke Morgan und ihrer Clique zusammen. Annie fühlt sich vernachlässigt, und sie macht sich Sorgen um Emma, die sich immer mehr verändert. Plötzlich interessiert sich Emma für Jungs und Glitzer-Flip-Flops, gestaltet ihr Zimmer neu und trennt sich sogar von ihren langen Haaren, obwohl Annie und sie sie doch gemeinsam wachsen lassen wollten. In der Nachbarschaft zieht ein neues Mädchen ein, Zoe. Morgan verbreitet Gerüchte über Zoe, macht sie bei allen schlecht, und auch Annie will anfangs nicht mit ihr zu tun haben. Erst später merkt sie, dass die Gerüchte alle erlogen und Zoe total nett ist. Als Annies kleiner (und nerviger) Bruder Will seinen achten Geburtstag am Strand feiert, geht Annie Schwimmen, während Emma es vorzieht, in Modezeitschriften zu blättern, bevor sie dann mit Morgan und ihren Freundinnen verschwindet. Will, der mehr schlecht als recht schwimmen kann, planscht am Strand, während sich Annie und ihr älterer Bruder Jacob weiter hinaus wagen. Plötzlich entdeckt Annie einen Delfin, der sich in einer Angelschnur verheddert hat. Um ihn zu beruhigen, ahmt sie seine Laute nach, und es gelingt ihr so tatsächlich, ihn zu befreien. Sie gibt ihm den Namen Ocean. Will macht daraus Admiral Ocean, denn der Delfin hat genauso eine Narbe im Gesicht, wie Morgans Vater, der Admiral. Schon bald darauf sieht Annie ihren neuen Freund Ocean wieder. Sie treffen sich den ganzen Sommer lang regelmäßig in der Bucht. Annie schafft es sogar, ihm ein paar Tricks beizubringen. Sie spielen mit einem Wasserball, und Annie hält sich an seiner Rückenflosse fest und lässt sich durchs Wasser ziehen. Annie vertraut Ocean, und Ocean vertraut Annie. Die Freundschaft mit Emma hingegen ist kurz vor dem Ende. Emma veranstaltet die jährliche Strand-Übernachtung jetzt mit Morgan statt mit Annie und fährt mit Morgan und den Snobs Jetski, was sie früher gehasst hat. Einmal hat Emma mit dem Handy Fotos von Ocean gemacht. Die veröffentlicht Morgan unter ihrem eigenen Namen in der Regionalzeitung. Als Morgan dann erfährt, wie der Spitzname des Delfins lautet, ist sie sauer. Niemand darf ihren Vater derart beleidigen. Sie will Rache an Ocean und erzählt herum, sie wolle ihn aus der Bucht verjagen. In Wahrheit will sie jedoch Annie eine Falle stellen und ihr aus Rache für die „Schmach“ die langen Haare abschneiden. Annie reagiert allerdings nicht wie geplant. Statt bei Morgan zuhause aufzutauchen, fährt sie bei schwerem Sturm mit dem kleinen Boot hinaus aufs Meer, um Ocean zu retten. Morgan und ihre Freunde tauchen auf Jetkis auf und bedrohen sie. Doch dann ziehen sie ab, denn der Sturm wird immer schlimmer. Der Motor des Bootes säuft ab und lässt sich nicht mehr starten. Niemand (außer Morgan) weiß, wo Annie ist. Niemand wird die Küstenwache alarmieren. Das Boot kentert und Annie ist allein in den tobenden Wellen, viel zu weit weg von der Küste. Doch da taucht plötzlich Ocean auf … .
Eine wunderbare Sommer- und Freundschaftsgeschichte, nicht nur für Delfin-Fans!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Die Trabbel-Drillinge – Heimweh-Blues & Heiße Schokolade"

Girl-Power im Dreierpack: "Die Trabbel-Drillinge – Heimweh-Blues & Heiße Schokolade"!

Anja Janotta
Die Trabbel-Drillinge – Heimweh-Blues & Heiße Schokolade
978-3-570-17536-1
cbj Verlag
Alter: 10+

Die Wahrscheinlichkeit, als eineiiger Drilling zur Welt zu kommen, liegt bei 1:200 Millionen! Franka und ihre Schwestern Vicky und Bella sind also etwas ganz besonderes. Richtig berühmt sind sie, haben einen Haufen Follower auf Instagram etc., doch dann schreibt eine Reporterin einen vernichtenden Artikel über sie, in dem sie als verwöhnte, egoistische Gören im Dreierpack rüber kommen. Ihre Mutter meint, ein Tapetenwechsel wäre jetzt das beste, so könnten sie sich „neu erfinden“. Sie will schon lange mit ihnen aufs Land ziehen, seit sie von ihrer Tante eine Villa geerbt hat. Die Schwestern wollen nicht aus der Großstadt und von ihren Freunden weg, aber sie haben keine Wahl. Das ehemalige Herrenhaus erweist sich als Bruchbude in der Einöde. Und hier will Mama ein Bio-Hotel eröffnen? Die Drillinge müssen sich vorerst ein Doppelbett teilen. Im Dorf gibt es keine coolen Läden, keinen Bio-Markt, keine Fair-Trade-Schokolade, keine Sojamilchshakes und keine vegetarischen Falafel, auch kein Kino, kein Schwimmbad, kurz: Nichts! Langeweile und Heimweh sind angesagt. Ob Frankas berühmter Trost-Kakao auch dagegen hilft? Für den ersten Schultag machen sich die Schwestern extra schick. Jede wählt trendy Klamotten, die zu ihrem jeweiligen individuellen Style passen. Das kommt leider gar nicht gut an. Ihre neuen Klassenkameraden sind allesamt wie prollige Hinterwäldler gekleidet. Die Drillinge werden sofort als „Stadttussis“ und „Prinzessinnen“ verhöhnt. Vor allem Mattis, der Sohn des Bäckers, und Severin, Mathe-Ass und „cooler Typ“, machen aus ihrer Abneigung kein Geheimnis. Nur Johanna, Frankas neue Banknachbarin, und deren Bruder Rudi sind ganz nett. Um ihren guten Willen zu zeigen, bringt Franka selbst gemachte Pralinen in die Schule mit. Die sind aus ganz dunkler Schokolade (natürlich Fair Trade) und mit Wildblumen verziert, echt edel. Doch die anderen finden sie eklig. Die schmecken ja gar nicht süß! Billige Supermarktschokolade mit hohem Milchanteil und Unmengen Zucker ist ihnen lieber. Banausen! Die Jungs schießen die Pralinen mit Gummibändern an die Tafel. Franka ist den Tränen nahe. Am Moorsee läuft es auch nicht besser. Aber die Schwestern beschließen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Doch dann gibt es Streit, wer von ihnen in die gerade bezugsfertige Dachkammer einziehen soll. Bella braucht den Platz für ihre Nähmaschine und ihre Schneiderpuppe, Vicky will einen Serverraum für ihren Computerkram, und Franka will einfach nur ihre Ruhe. Aber dann taucht Oma Eleonore auf, die von ihrem Lover sitzen gelassen wurde und bezieht die Dachkammer. In der Schule und im Schulbus gibt es Zoff, weil Severin den vernichtenden Zeitungsartikel entdeckt und an alle verteilt hat. Die Drillinge werden übel gemobbt. Um sich von ihren Schwestern zu distanzieren und nicht immer nur die Nette zu sein, färbt Franka sich die Haare knallpink. Als sich die drei wieder versöhnen, ziehen Vicky und Bella nach. Selbst Mama und Oma machen mit. Zusammen wollen sie dem Dorf die Stirn bieten und das beste Bio-Hotel der Welt eröffnen. In zwei Wochen soll alles fertig sein. Allerdings fehlen immer noch die bestellten Möbel. Sie finden heraus, dass die bei Severins Vater, dem Schreiner, gelandet sind. Onkel Flo kommt aus Berlin und mimt den Anwalt, damit der Schreiner die Möbel raus rückt. Severin und Mattis haben noch mehr Gemeinheiten auf Lager. Sie wollen Kakerlaken im Hotel freilassen. Um die Eröffnung ohne Katastrophen über die Bühne zu bringen, müssen alle Trabbels zusammenhalten!
Lesespaß hoch Drei! Diese Drillinge sind einfach cool und lassen sich nicht unterkriegen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 21. März 2018

"Endland"

Deutschland am Abgrund: "Endland"!

Martin Schäuble
Endland
978-3-446-25702-3
Hanser Verlag
Alter: 14+

Deutschland in nicht allzu ferner Zukunft: Die rechtsnationale Partei „Nationale Alternative“ ist an der Macht. Sie fördern traditionelle Werte und Rollenbilder und mauern Deutschland ein, um Flüchtlinge bzw. „Invasoren“ fernzuhalten. Aus der EU ist man längst ausgetreten, und man zahlt wieder mit D-Mark. Man ist für Aufrüstung und Atomenergie, die Arbeitslosenhilfe wird abgeschafft, der Klimawandel verleugnet. Die Freunde Anton und Noah leisten ihren Wehrdienst an der Grenze. Anton steht zu 99% hinter dem neuen System, doch Noah rebelliert. Eines Tages bekommt Anton von seinem Vorgesetzten Stahlke einen Sonderauftrag … .
Zur gleichen Zeit in Äthiopien: Der Klimawandel führt zu einer großen Hungersnot. Fana, die eigentlich Medizin studieren will, jobbt in einem Krankenhaus, verdient aber kaum genug Geld, um ihre Mutter und ihren arbeitslosen (und trinkenden) Vater zu unterstützen. Die Deutsche Karla bietet ihr einen Übersetzerjob im Krankenhaus in Afar an. Fana spricht fließend Deutsch. Karla meint, Fana solle nach Deutschland gehen. Trotz der dortigen Situation hätte sie dort mehr Chancen als hier. Sie solle sich aber als Eritreerin ausgeben, denn nur als politischer Flüchtling würde sie (noch) reingelassen. Fana darf ihren Eltern nichts sagen, aber sie erzählt es ihrer besten Freundin Samira, die demnächst zwangsverheiratet wird. Gemeinsam mit dem jungen Omar, der Karla noch was schuldig ist, macht sich Fana auf die Reise. Die Schleuser bringen sie mit dem Schiff übers Meer und schließlich kommen sie nach Polen. Weiter geht es in einem Kühllaster, ohne Essen, Wasser und Toilette. Dann versagt die Lüftung! Viele Flüchtlinge brechen zusammen.
Im Laster ist auch Anton, undercover als ukrainischer Flüchtling mit falschem Pass. Als die Flüchtlinge von der Polizei aufgelesen und in Deutschlands letztes Lager gebracht werden, kümmert sich Fana um Anton, dem es ziemlich schlecht geht. Sie schöpft Verdacht, dass er nicht der ist, als der er sich ausgibt, als sie ihn im Schlaf Deutsch reden hört. Sie vermutet, er soll das Lager infiltrierten und die Flüchtlinge ausspionieren, doch sein Auftrag ist viel krasser. Er, der „ukrainische Flüchtling“, soll einen Bombenanschlag verüben, damit das Grundgesetz geändert, das Recht auf Asyl abgeschafft und das Lager geschlossen werden kann. Doch Anton kommen Zweifel. Er sieht, wie die Menschen hier leben und wie sie behandelt werden. Wenn er seinen Auftrag ausführt, werden viele von ihnen sterben. Stahlke kommt, ebenfalls als Flüchtling getarnt, ins Lager und setzt Anton unter Druck. Er hat Fotos dabei, die Anton und Noah in eindeutigen Situationen zeigen. Die beiden sind nämlich mehr als nur Freunde. Sie sind ein Liebespaar! So etwas darf es in Deutschland aber nicht geben. Die traditionelle deutsche Familie besteht nun mal aus Vater, Mutter, Kind/Kinder. Anton hat sich mittlerweile mit Fana angefreundet und gesteht ihr die ganze Wahrheit. Gemeinsam wollen sie den Anschlag verhindern und so viele Menschenleben retten, doch sie werden in einem Keller eingesperrt. Zwar können sie entkommen, doch die Bombe wurde bereits im Schlafsaal platziert, und sie explodiert viel zu früh … !
Noah hat unterdessen Fahnenflucht begangen und ist bei seinen Hacker-Freunden untergetaucht. Sie planen mit Hilfe der Medien die Deutschen (bzw. die deutschen Wähler) wachzurütteln, damit es einen Wechsel in der Regierung gibt … .
Realistisch, knallhart und absolut genial erzählt! Dieses Buch lässt einen nicht mehr los!
Viel Spaß beim Lesen!!!


"Die Braut – Radikal verliebt"!

In den Fängen des IS: "Die Braut – Radikal verliebt"!

Claudia Rinke
Die Braut – Radikal verliebt
978-3-522-50590-1
Planet!/Thienemann Verlag
Alter: 12+

Die fünfzehnjährige Anna aus Berlin fühlt sich sehr einsam, seit ihr Vater an Krebs gestorben ist. Außer ihrer besten Freundin Kayla hat sie keine Freunde, und ihre Mutter meckert immer nur an ihr herum. Ein Flugblatt, das sie in der U-Bahn erhält, macht sie neugierig und sie stößt im Internet auf ein Video von Abu Salman, einem jungen IS-Kämpfer, der ursprünglich aus Schweden kommt und sich ganz lieb um notleidende Kinder in Syrien kümmert. Sie freundet sich über Facebook mit ihm an. Er macht ihr Komplimente, und sie hat das Gefühl, dass er sie wirklich versteht. Kayla hingegen ist skeptisch. Ihre Eltern sind gläubige Muslime, doch hält sie nichts von den radikalen Gotteskriegern. Als Anna ziemlich überstürzt zum Islam konvertiert, Kopftuch trägt und sich Aisha nennt, ist Kayla gar nicht begeistert. Anna jedoch ist glücklich. Sie hat das gefunden, was ihr bisher in ihrem Leben gefehlt hat, etwas, das ihr Halt und Sicherheit gibt, und die große Liebe. Abu Salman hat sie völlig in seinen Bann gezogen. Annas Mutter ist auch nicht glücklich über die Art, wie sich ihre Tochter verändert hat. Sie verzichtet zwar Anna zuliebe nun auf das Schweinefleisch in der Spaghetti-Soße, doch für ihre plötzliche Religiosität zeigt sie kein Verständnis. Sie selbst hat auch nie einen Gott gebraucht, und dann muss es auch noch ausgerechnet der Islam sein. Ein Kopftuch ist für sie noch schlimmer als ein Tattoo. Anna lässt sich jedoch von ihr nichts sagen. Sie besucht regelmäßig die Gottesdienste in der Moschee und nimmt Koran-Unterricht bei einem Imam, der ihr von ihrem „Freund“ empfohlen wurde. Sie ist mit Feuereifer bei der Sache und bereit, ihr altes Leben völlig aufzugeben und die Frau von Abu Salman zu werden. Sie träumt von einer romantischen Hochzeit in Weiß und schickt Abu Salman ein Foto von sich, wie sie, völlig verschleiert, neben ihrem Traumkleid steht. Er verschafft ihr die Kontakte, die sie braucht, um zu ihm nach Syrien zu kommen. Ihrer Mutter erzählt sie etwas von einem Schulausflug, damit sie genug Zeit hat, unbemerkt außer Landes zu kommen. Zunächst geht es in die Türkei. Sie ist nicht die einzige Braut, die hier auf ihre Weiterreise wartet. Bevor sie ihr Handy abgeben muss, schreibt sie noch eine Nachricht an Kayla, dass es ihr gut geht und sie sich keine Sorgen machen muss. Mit den anderen Mädchen lernt sie, wie man eine gute Ehefrau wird. Anfangs bereitet es ihr Freude, in der Küche zu arbeiten und köstliche Gerichte aus Lammfleisch und Gemüse zu zaubern, aber sie kann sich nicht vorstellen, dass ihr Leben nur aus Kochen, Putzen und Kinder kriegen bestehen soll. Abu Salman hat ihr gesagt, sie könne sich wie er um Kinder in Not kümmern. Als Anna dann endlich in Syrien ist, ist alles ganz anders als erwartet. Die Hochzeit geht im Eiltempo über die Bühne, ohne Traumkleid, und die Hochzeitsnacht ist vor allem schmerzhaft. Der liebe Abu Salman zeigt sein wahres Gesicht. Anna darf das Haus nicht mehr verlassen, außer um Besorgungen zu machen und das nur in Begleitung. Er behandelt sie wie eine Dienerin, alle Zärtlichkeit ist dahin. Als er eines Tages 3 junge Mädchen als Sklavinnen ins Haus holt und sich an ihnen vergeht, reicht es Anna. Sie macht ihrem Mann eine Szene, beschimpft ihn als Schwein und muss die Konsequenzen tragen. Er schlägt sie brutal zusammen. Anna erträgt es nicht mehr. Sie muss hier weg. Doch wie soll sie dieser Hölle entfliehen? In ihrer Not sucht sie ein Internet-Café auf und schreibt heimlich eine verschlüsselte Nachricht an ihre Freundin Kayla … .
Anna ist nur ein Beispiel für die vielen jungen Menschen, die sich vom IS ködern lassen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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