Mittwoch, 31. Januar 2018

"Nacht über Frost Hollow Hall"

Geheimnisvoller Spuk im Herrenhaus: "Nacht über Frost Hollow Hall"!

Emma Caroll, übersetzt von Gerda Bean
Nacht über Frost Hollow Hall
978-3-522-18450-2
Thienemann Verlag
Alter: 10+

1881: Die zwölfjährige Tilly und ihre Familie sind arm. Die Mutter arbeitet als Näherin, Tilly hilft in der Dorfschule aus, ihre Schwester Eliza arbeitet in einer Fabrik, und der Vater hat einen Job bei der Eisenbahn. Doch er ist lange nicht nachhause gekommen, und Eliza vermutet, dass er sich nach Amerika abgesetzt hat. Eines Tages fordert Will Potter, der rotzfreche Sohn des Metzgers und Schwarm aller Mädchen, Tilly zu einer Mutprobe heraus. Sie laufen Schlittschuh auf einem See, der auf dem Privatgelände von Frost Hollow Hall liegt. Vor zehn Jahren ist Christopher, genannt Kit, der Sohn des Lords, dort ins Eis eingebrochen und ertrunken. Nun bricht auch Tilly ins Eis ein, doch ein wunderschöner Junge, entweder ein Engel oder ein Geist, rettet sie. Später träumt sie von ihm. Er will, dass sie die Wahrheit über seinen Tod enthüllt, damit er in Frieden ruhen kann. Im Saum ihres Kleides findet sie einen goldenen Ring, Kits Ring! Sie überredet Will, sie zu Kits Grab zu führen. Die beiden werden auf dem Gelände erwischt und wegen unbefugtem Betretens zu Strafarbeiten gezwungen. Als Tilly erfährt, dass nicht nur ihr Vater die Familie verlassen hat, sondern auch Eliza gegangen ist, beschließt sie, eine dauerhafte Arbeit auf Frost Hollow Hall anzunehmen. Zum Glück wird dort gerade ein Hausmädchen gesucht. Mit den 5 Schilling, die sie im Herrenhaus verdienen wird, kann Tilly ihre Mutter vor dem Armenhaus bewahren. Außerdem kann sie so auch gleichzeitig vor Ort Nachforschungen zu Kits Tod anstellen. Tilly freundet sich schnell mit Gracie an, mit der sie sich ein Zimmer teilt. Die anderen sagen, Gracie sei ungeschickt und würde massenhaft Geschirr zerbrechen, doch Gracie schwört, das Geschirr habe sich von allein bewegt. Außerdem meidet sie die Hintertreppe, weil sie sich dort verfolgt fühlt. Tilly erlebt den Spuk am eigenen Leib und wundert sich, denn solche Aktionen passen nicht zu dem lieben, schönen Jungen aus ihren Träumen. Ist hier noch ein anderer Geist am Werk? Die Haushälterin glaubt nicht an Spuk, doch die Köchin hat einmal eine Tasse schweben gesehen. Tilly kommt einigen Leuten im Haus vertraut vor, aber wem sieht sie ähnlich? Sie lernt den Lord und die Lady kennen. Die Lady trägt noch immer schwarz. Sie trauert seit 10 Jahren. Seither wurde in Kits Zimmer nichts verändert. Seine Sachen sind überall verstreut, das Bett ungemacht. Im Kamin muss stets ein Feuer brennen und die Waschschüssel jeden Morgen neu gefüllt werden, als könne Kit jeden Moment zur Tür herein kommen. Die Lady veranstaltet eine Seance mit einem Medium, um Kontakt mit ihrem Sohn aufzunehmen und bezieht Tilly mit ein. Tatsächlich erscheint ein Geist, aber es ist nicht Kit. Als der Geist sich Tilly als Ada zu erkennen gibt, wird die Lady wütend, feuert Tilly, und setzt sie mitten in der Nacht vor die Tür. Tilly verirrt sich im Schnee, schläft ein und träumt wieder von Kit. Sie muss zurück und die Verbindung zwischen Kit und dieser Ada finden. Will, der sie halb erfroren im Schnee findet, kommt mit. Sie brechen in das Herrenhaus ein. Aus den Notizbüchern der Haushälterin erfahren sie, dass Ada ihre Tochter war. Ada war eng mit Kit befreundet, enger, als es sich für Kinder unterschiedlichen Standes gehörte. Ada wurde eines Tages schwer krank. Sie starb an Scharlach, am gleichen Tag, als auch Kit starb. Leider fehlt im Notizbücher die entscheidende Seite. Wird Tilly trotzdem die ganze Wahrheit herausfinden? Immerhin müssen zwei Geister Erlösung finden, und zwei Mütter müssen lernen loszulassen … .
Eine Geschichte voller Geheimnisse, genau richtig für abenteuerlustige Leserinnen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Siri und die Eismeerpiraten"

Eiskaltes Abenteuer: "Siri und die Eismeerpiraten"!

Frida Nilsson, übersetzt von Friederike Buchinger
Siri und die Eismeerpiraten
978-3-8369-5920-9
Gerstenberg Verlag
Alter: 10+

Die zehnjährige Siri und ihre jüngere Schwester Miki leben mit ihrem alten, gebrechlichen Vater auf einer Insel im Eismeer. Im Eismeer treibt der Pirat Weißhaupt mit seinem Schiff „Schneerabe“ sein Unwesen. Er raubt Kinder, um sie in seiner Diamantmiene arbeiten zu lassen. Sie werden dort von seiner Tochter, die Diamanten statt Zähne hat, bewacht. Die restliche Beute seiner Raubzüge überlässt Weißhaupt großzügig der Mannschaft, er will nur die Kinder. Eines Tages wird Miki beim Beeren pflücken von Weißhaupts Leuten verschleppt. Niemand aus dem Dorf hat den Mut, zu einer Rettungsmission aufzubrechen, außer ihrem Vater. Siri weiß jedoch, dass der das in seinem Zustand unmöglich packt und zieht heimlich allein los. Auf einem Frachtschiff freundet sie sich mit dem Schiffskoch Fredrik an. Der Rest der Mannschaft lacht nur über sie und ihre Mission, und der Kapitän will sie los werden. Fredrik jedoch will ihr helfen, und so eine alte Schuld abtragen. Er konnte nämlich seiner eigenen Schwester Hanna, die als Kind ebenfalls von Weißhaupt entführt wurde, nicht helfen, bzw. war zu „feige“, sie zu retten. Fredrik und Siri besorgen Vorräte und Munition, doch der Kapitän legt Siri herein und lässt sie, eingesperrt in einem Lagerschuppen, auf den Wolfsinseln zurück. Siri trifft die Jägerin Nanni, die Wölfe erschießt und dann das Fell und die Welpen verkauft. Vor allem Welpen werden gut bezahlt, da die Reichen sie gern als „Schlittenhunde“ missbrauchen. Siri schießt zum ersten Mal in ihrem Leben mit einem Gewehr, um Nanni vor einem angreifenden Wolf zu retten. Am Hafen kapern ein paar Männer ein Schiff, und Siri schleicht sich mit an Bord, um ihre Reise fortzusetzen. Bei einem Sturm wird sie jedoch entdeckt, und die Männer wollen sie Weißhaupt ausliefern, überlegen es sich dann aber anders und werfen sie über Bord. Siri strandet auf einer einsamen, verschneiten Insel. Sie baut aus Teilen eines alten Schiffes eine Signalfahne. Dann macht sie Bekanntschaft mit dem Baby einer Meerjungfrau. Sie kümmert sich um den Kleinen und gewinnt ihn richtig lieb, doch sie kann ihn auf ihre Mission schlecht mitnehmen. Zum Glück taucht seine Mutter irgendwann auf.
Als das Meer zufriert, geht Siri über das Eis und findet durch Zufall die „Schneerabe“. Doch dann stürzt sie und kommt im Haus von Einar und seiner Mutter zu sich. Einar hält heimlich ein Walhuhn im Schuppen und will es zum Fische fangen abrichten. Siri trifft Fredrik wieder und erfährt, dass das Frachtschiff gesunken ist. Nur der Kapitän hat überlebt. Fredrik ging zum Glück schon vorher von Bord. Siri und Fredrik finden heraus, wo die „Schneerabe“ liegt, werden jedoch von den Piraten erwischt. Sie nehmen erst Fredrik gefangen, dann Siri. Siri muss in der Kohlegrube (eine Diamantmiene gibt es nicht, und Weißhaupts Tochter hat auch keine Diamant-Zähne) arbeiten. Dort ist auch Miki, die als Kleinste und Schwächste einen schweren Stand hat und immer die Kohle sortieren muss. Weißhaupt will immer nur ein einziges Stück Kohle, das Härteste. Er hat eine Maschine gebaut, die aus der Kohle mit Hitze und Druck Diamanten machen soll, bisher hat es aber noch nie geklappt. Siri macht sich Sorgen um Fredrik, der erschossen werden soll, wenn er sich nicht freiwillig den Piraten anschließt. In einem Gespräch mit Weißhaupts Tochter Taube erfährt sie, dass diese gar nicht Weißhaupts leibliche Tochter ist. Sie wurde „adoptiert“/entführt und ist niemand anderes als Fredriks Schwester Hanna! Siri gelingt es, sie auf ihre Seite zu ziehen, um Fredrik zu helfen … .
Ein spannendes Abenteuer mit einer mutigen und sympathischen Heldin!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Celfie und die Unvollkommenen"

Sie kommen aus dem reich der Fantasie: "Celfie und die Unvollkommenen"!

Boris Pfeiffer
Celfie und die Unvollkommenen
978-3-440-15194-5
Kosmos Verlag
Alter: 12+

Der machthungrige Geschäftsmann Glenn Single Despott will nichts Geringeres als die Weltherrschaft. Wenn er erst die Gedanken und Ideen aller Menschen kontrolliert, kann ihn nichts mehr stoppen. Als Teil seines finsteren Planes denkt er sich das Mädchen Celfie Madison aus. In Farbek, dem Reich der Fantasie, wo alles bunt ist und es keine Zeit gibt, erwacht sie zum Leben. Glenn entführt sie in die Realität, doch sie entkommt ihm, was Glenn jedoch nicht weiter beunruhigt. Sie wird schon tun, wozu er sich geschaffen hat. Er beobachtet sie. Celfie irrt durch die, ihr fremde, graue Welt. Da bemerkt sie einen Farbfleck, ein Graffiti, das prompt zum Leben erwacht. Die grüne Maus nennt sich selbst Fluschfummel und dankt Celfie, dass sie sie geweckt hat. Die beiden werden Freundinnen. Gemeinsam wollen sie sich in der Kanalisation verstecken. Celfie ist entsetzt über die dortigen Graffiti, die mit Namenszügen übermalt oder ganz ausgelöscht wurden. Viele Figuren sind ihr vertraut, aus Farbek. Glenn schickt Celfie seinen Handlanger, den Maler Hugo Gelbstift, hinterher. Er soll Celfie einen „Streich“ spielen und Fluschfummel für ihn stehlen. Glenn lacht sich ins Fäustchen, denn sein Plan scheint aufzugehen. Celfie will noch mehr Bilder zum Leben erwecken. Leider weiß sie nicht so recht wie. Mithilfe ihrer Freundin Flusch schafft sie es, Aargh zu erwecken, ein Wesen mit einer Flügel-Krone, aber nur einem Bein, das beim Sprechen die Buchstaben der Wörter vertauscht. Doch Aargh bekommt Angst und läuft weg. Gelbstift versucht indessen zu beweisen, dass Celfie keine Gabe hat. Wenn er Glenn zeigen kann, dass Flusch nur eine normale Maus ist, die in grüne Farbe gefallen ist, wird Glenn sicher das Interesse an Celfie verlieren und ihm und seinem Nanoschrift-Projekt, mit dem er die Menschen manipulieren will, wieder mehr Aufmerksamkeit widmen. Der junge, obdachlose Sprayer Kyle traut seinen Augen nicht, als sein jüngstes Werk Aargh plötzlich lebendig vor ihm steht. Aargh ist wütend, weil Kyle ihm nur ein Bein (die Farbdose war leer) gegeben hat. Mit dem Versprechen, dass Glenn ihm ein zweites Bein verschaffen kann, lockt Gelbstift Aargh zu seinem Boss. Celfie und Flusch retten Kyle, der kurz davor ist, im Kanal zu ertrinken, und er schließt sich ihnen an. Sie wollen wissen, welchen Plan Glenn verfolgt. Warum schickt er plötzlich Putzkolonnen los, die die ganze Stadt von Graffiti säubern? Mit dem Licht ihrer Augen und der Hilfe ihrer neuen Freunde gelingt es Celfie, einige der Bilder, die sie aus Farbek kennt, zum Leben zu erwecken und vor der Vernichtung zu bewahren. Zu ihnen gehören unter anderem Zittermesser und Kopfhörerdrache. Sie berichten Celfie, dass sie schon in Farbek mit ihr am „Glenn-Problem“ gearbeitet haben, was Celfie allerdings vergessen hat, als sie in die Menschenwelt kam. Glenn kam sterbend nach Farbek und brachte Zeit, Angst und Tod mit sich. Er kehrte zwar ins Leben und die Realität zurück, doch ein Teil von ihm blieb. Glenn ist besessen von Farbek. Kontrolliert er erst die Welt der Fantasie, kontrolliert er auch die Realität. Er plant einen Propheten nach Farbek zu schleusen, der ihn dort als alleinigen Erschaffer preisen soll. Er soll verkünden, dass es Gut und Böse gibt, und Glenn sei der, der die Welt gut macht. Der ängstliche Aargh scheint wie geschaffen für diese Aufgabe. Die Wesen in Farbek sind fröhlich und unbeschwert, doch Angst wird Löcher in ihre Herzen reißen, die Glenn mit Lügen füllen wird. Celfie und ihre Freunde treffen gerade bei Glenns Wolkenkratzer ein, als der einen Tunnel nach Farbek öffnet … .
Ein geniales, spannendes Fantasy-Abenteuer mit einer außergewöhnlichen Heldin!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 24. Januar 2018

"Boy in a White Room"

Ich denke, also bin ich: "Boy in a White Room"!

Karl Olsberg
Boy in a White Room
978-3-7855-8780-5
Loewe Verlag
Alter: 14+

Der fünfzehnjährige Manuel erwacht ohne Erinnerung in einem weißen Raum. Computerstimme Alice verschafft ihm Zugang zum Internet und Manuel findet heraus, dass er der Sohn eines Hamburger Millionärs ist. Einbrecher haben Manuels Mutter ermordet und Manuel schwer verletzt. Sein Körper ist praktisch tot, doch sein Geist noch aktiv. Sein Vater hat modernste Technik genutzt und keine Kosten und Mühen gescheut, um eine virtuelle Realität für seinen Sohn zu schaffen. Er hat sogar Peter Jackson kontaktiert, um eine perfekte Simulation von „Mittelerde“ zu kreieren, da sein Sohn immer ein großer „Herr der Ringe“-Fan war. Manuels Begeisterung darüber hält sich aber in Grenzen. Statt in „Mittelerde“ Abenteuer zu erleben, schaut sich Manuel lieber die Realität via EyeStream an und versucht so, seinen Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen. Vaters Assistent Pieter hilft ihm, wo er kann. Manuel sieht zwar die Welt, aber kann sie nicht erleben. Immer wieder taucht eine Frau in Weiß in verschiedenen Streams auf, und scheint ihn durch die Kameras direkt anzublicken. Manuel sieht außerdem ein ihm bekannt vorkommendes Mädchen im Stream. Er nimmt Kontakt mit dieser July2001 bzw. Julia auf. Sie behauptet, sie sei seine Schwester, doch sein Vater hatte ihm erzählt, er sei Einzelkind. Manuel weiß nicht mehr, wem er vertrauen kann. Sein Vater verbietet ihm, noch einmal mit irgendjemandem da draußen Kontakt aufzunehmen. Er stellt ihm die Psychologin Eva zur Seite, die sagt, es sei unwahrscheinlich, dass er je seine Erinnerung wieder gewinnen wird. Sowohl Eva als auch sein Vater drängen Manuel ständig zu einem Abenteuer in „Tolkins Märchenland“. Schließlich gibt er nach und stimmt einem Ausflug nach „Mittelerde“ zu. Pieter kommt auch mit. Sie geraten in einen Hinterhalt der Orks. Die geheimnisvolle Frau in Weiß taucht auch in Mittelerde auf. Wer ist sie? Die sexy Elbin Alandil verarztet Manuel nach dem Kampf mit den Otks. Hinter ihr verbirgt sich Katrin aus dem Designentwicklungsteam, daher wirkt sie so realistisch. Manuel ist sauer, fühlt sich betrogen und benutzt und will lieber ins weiße Zimmer zurück. Mithilfe einer Drohne spürt er Julia auf. Bei ihr ist Marten, ein Ex-Mitarbeiter seines Vaters, der ihn warnt, nichts sei so wie es zu sein scheint. Marten will ihm einen Code übermitteln, doch Manuels Vater unterbricht die Verbindung. Er beobachtet jeden von Manuels Schritten. Er warnt Manuel vor Marten und meint, Marten sei möglicherweise der Mörder seiner Mutter. Manuel weiß nicht, wem er von den beiden er glauben und wem er trauen soll. Ist der Mann, der sich als sein Vater ausgibt überhaupt sein Vater? Manuel entdeckt in Streams versteckte Botschaft von Marten, die als Graffiti in der Stadt verteilt sind. Der Code, der sich daraus ergibt, lautet: Cogito ergo sum. Manuel versucht, sich nichts anmerken zu lassen. Sein Vater und Eva wollen ihn erneut nach „Mittelerde“ zurück locken, doch Manuel konfrontiert sie mit seinen Zweifeln und fragt, wer Julia ist. Als er den Code laut sagt, bringt der ihn aus weißem Raum zu Marten, und der sagt ihm die ganze Wahrheit. Manuel sei Teil eines illegalen Experiments und würde als „Laborratte“ gefangen gehalten. Julia und Marten wollen ihn/ seinen Körper befreien. Die Zeit drängt, denn sein sogenannter Vater will eine Gehirnoperation an ihm durchführen lassen. Doch sagen sie ihm wirklich die Wahrheit? Als Manuel frei und in seinem Körper ist, begreift er, dass er ein Gefängnis gegen ein neues eingetauscht hat. Auch wird ihm klar, dass er bisher die falschen Fragen gestellt hat … .
Absolut genial! Hier ist nichts, wie es scheint. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Cloud"

Gefährliche Freundschaft: "Cloud"!

Claudia Pietschmann
Cloud
978-3-401-60349-0
Arena Verlag
Alter: 12+

Die sechzehnjährige Emma trauert um ihren kleinen Bruder Ethan, der bei einem Sturz vom Dach ums Leben kam. Nach Ethans Tod zieht die Familie in ein hochmodernes „SmartHome“. Emmas Eltern streiten nur noch und geben sich gegenseitig die Schuld an Ethans Tod, bis der Vater eines Tages auszieht. Die Eltern versuchen, sich mit Konzertkarten etc. bei Emma einzuschleimen. Im Internet freundet sich Emma mit Paul an. Er ist der Einzige, der sie wirklich versteht. Mit ihm kann sie über alles reden. Seine Mutter ist an Krebs gestorben. Er weiß, wie Emma sich gerade fühlt. Dann gibt es da aber noch Matt, Emmas besten Kumpel und ehemaligen Nachbarn, der sie sehr gern hat. Er geht mit ihr Joggen und stellt einen Trainingsplan auf, da sie nach Monaten ohne Training ziemlich außer Form ist. Matt hält überhaupt nichts von Emmas neuer Internetbekanntschaft. Er macht seine Sorgen deutlich, dass dieser Paul ein Spinner sein könnte. Vielleicht ist er aber auch nur eifersüchtig. Paul lebt in Schottland und Emma in London. Trotzdem würde sie ihn gern einmal besuchen. Sie hat sich, ohne es zu wollen, in ihn verliebt. Leider ist seine Internetverbindung unzuverlässig und er ist manchmal ewig offline. Da er keine Webcam hat, skypen die beiden, ohne einander zu sehen. Obwohl Paul irgendwie hinterm Mond zu leben scheint (weder weiß er, was ein „SmartHome“ ist, noch hat er je von Emmas Lieblingssängerin Adele gehört, er weiß nicht einmal sein eigne Mail-Adresse, weil er sie so selten benutzt) so kennt er sich doch ungewöhnlich gut mit Clouds aus. Als Emma kurz vorm Verzweifeln ist, weil Ethans Bilder aus der Foto-Cloud der Familie verschwunden sind, bietet er seine Hilfe an. Er braucht nur Emmas Passwort. Emma filmt ihren Alltag für Paul. Der überrascht sie daraufhin, indem er ihre Kaffeemaschine aus der Ferne programmiert. Emma hatte nämlich nicht nur ihre Küche, sondern auch versehentlich den Zettel mit dem Master-Passwort des Hauses gefilmt. Als Matt nach Schottland fährt, um seine Oma zu besuchen, kommt Emma mit, um Paul zu überraschen. Sie will ihn endlich sehen, ihn umarmen, vielleicht sogar küssen. Dann der große Schock: Pauls Vater öffnet ihm die Tür und meint, sein Sohn sei bereits seit 5 Jahren tot! Er ist Wissenschaftler und hat es geschafft, alles, was seinen Sohn ausmachte, all seine Erinnerungen und sein Wissen (und seine Seele?), in eine Cloud hochzuladen. Emma ist verwirrt. Sie antwortet daraufhin nicht mehr auf Pauls Nachrichten. Als Paul nicht aufgibt, konfrontiert sie ihn mit der Wahrheit. Er wusste nichts davon. Er dachte, er läge noch immer todkrank im Bett, und das Internet sei seine einzige Verbindung zur Außenwelt. Paul mag zwar tot sein, aber er hat immer noch Gefühle. Er sagt Emma, dass er sie liebt, doch Emma glaubt nicht, dass eine solche Beziehung eine Chance hat. Immer öfter denkt sie an Matt. Sie tanzt mit ihm auf einer Party, er spielt ihr Lieblingslied am Klavier, sie besucht ihn und sie küssen sich. Paul gefällt das nicht. Er überwacht und kontrolliert Emma rund um die Uhr, jetzt, wo er seine Möglichkeiten erkannt hat. Er dreht die Heizung auf, sobald sie friert, erinnert sie ans Training, kritisiert ihre Ernährung, hackt den Schulcomputer, um ihr bei der Mathe-Arbeit zu helfen, hat direkten Draht zu ihrer Pulsuhr und folgt ständig ihrem GPS-Signal. Er weiß so immer, wann und wie lange sie bei Matt war. Das wird Emma langsam unheimlich. Paul übernimmt die Kontrolle über ihr Haus und sperrt Emma ein. Er will um jeden Preis mit ihr zusammen sein. Emma hat Todesangst!
Eine faszinierende Geschichte! Da fragt man sich, wie lange das noch Sience-Fiction ist!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Lost Girl"

Ein tödliches Spiel: "Lost Girl"!

Johannes Groschupf
Lost Girl
978-3-8415-0475-3
Oetinger Taschenbuch Verlag
Alter: 14+

Beim Austauschjahr in Detroit/USA hat sich Jan aus Berlin unsterblich in Mia verliebt. Mia gehört zu den „Urban Explorers“, die leer stehende Gebäude, wie beispielsweise stillgelegte Fabriken, erforschen und dabei auch tolle Fotos machen. Jan kehrt widerwillig zurück nach Deutschland und kann vor lauter Liebeskummer kaum noch klar denken. In der Schule zeigt er seine Fotos und wird von Klassenkamerad Lu darauf angesprochen. Lu fragt ihn, ob er nicht Lust hat, mit in die Brandenburger Wildnis zu kommen, wo in einem verlassenen Kinderheim in Kürze ein neues Virtual-Reality-Spiel getestet werden soll. Jan ist eigentlich kein Gamer, aber die 800 Euro, die die jugendlichen Probanden für ein einziges Wochenende bekommen, locken ihn schon. Das Geld würde ihn einem Flugticket zu seiner Mia näher bringen, das Spiel ist ihm herzlich egal. Zusammen mit Lu, Alex, Nele, Hannah und Lily, wird er in dem alten Heim „ausgesetzt“. Zwischen den Jungs und Mädchen entbrennt gleich ein Streit um die Prioritäten. Erst mal gemeinsam kochen und sich kennenlernen (Mädchen) oder sofort los spielen (Jungs). Alex beschwert sich, weil es kein Bier gibt, und alle sind leicht genervt, weil sie ihre Handys abgeben mussten. Das Spiel mit der 3D-Brille jedoch gefällt allen. Die virtuelle Welt ist präzise auf den jeweiligen Spieler abgestimmt. Jan beispielsweise erlebt eine unglaublich realistische Wüstenlandschaft. Lu hingegen bekommt es mit Zombies zu tun, was genau sein Ding ist, und spielt die ganze Nacht durch. Alle würden am liebsten ständig spielen, doch es gibt nur 3 Brillen und Kopfhörer, so dass sie sich abwechseln müssen. Man wird sich irgendwie einig. Alex, dessen Opa Koch war, kocht für die ganze Truppe und hat sich mittlerweile mit dem fehlenden Bier abgefunden. Alle schlafen in einem Zimmer in ihren Schlafsäcken auf alten Matratzen. Jan hat lebhafte Träume. Liegt das an dem Spiel? Die ganze Zeit über hat Hannah das seltsame Gefühl, schon einmal hier gewesen zu sein. In der virtuellen Realität begegnet Nele plötzlich einer jüngeren Version von Hannah, scheinbar in einer Zeit, in der das Heim noch in Betrieb war. Auch Jan findet sich nach einem Ausflug in die virtuelle New Yorker U-Bahn auf einmal im Kinderheim von damals wieder. Auch er sieht Hannah dort. In der wirklichen Welt ertappt er Hannah beim Schlafwandeln, will sie jedoch nicht wecken. Dann ist sie plötzlich spurlos verschwunden. Gemeinsam machen sich alle auf die Suche nach ihr. Ein bisschen seltsam ist das schon. Eigentlich hätten sie längst wieder abgeholt werden sollen, denn das Wochenende ist vorbei, aber niemand ist aufgetaucht. Sie gehen durch den Wald. Sind die Gerüchte wahr, dass es hier tatsächlich Wölfe gibt? Die Gruppe beschleicht ein mulmiges Gefühl. Lu nervt alle mit seinem Gerede über Zombies. Als sie ein Dorf erreichen, warnt sie ein Mann vor dem alten Kinderheim. Da seien schreckliche Dinge geschehen. Sie kommen zu einem alten Kernkraftwerk, dass Lu, wie auch den Wald, aus seiner „Zombie-Simulation“ kennt. Bei der Suche nach Hannah wird ein Teil der Gruppe von einem Wachmann eingeschlossen, doch sie können durch einen Luftschacht entkommen und suchen Zuflucht in einem nahen Pferdestall. Dort treffen sie auf Adrian, der sie warnt, bloß nicht in die Heide zu gehen, weil da noch aktive Sprengkörper liegen. Doch sie müssen Hannah suchen, daher wagen sie sich trotzdem in das gefährliche Gebiet. Tatsächlich finden sie Hannah. Sie kommt auf sie zugerannt – verfolgt von einer Horde Zombies!
Ein hochspannender Thriller voller Überraschungen und mit einem genialen Schluss!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 17. Januar 2018

"Das heimliche Mädchen und der Dancing Boy"

Warum aus Shirin Shahin wurde: "Das heimliche Mädchen und der Dancing Boy"!

Maria Braig
Das heimliche Mädchen und der Dancing Boy
978-3-7450-6054-6
Epubli Verlag
Alter: 12+

Die dreizehnjährige Shirin lebt in Afghanistan. Ihr Land blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, und Shirin versteht längst nicht alles davon. Ihr ist jedoch klar, dass sie obwohl sie den Luxus genießt zur Schule gehen zu können, als Mädchen/Frau keine großen Chancen hat, einmal zu studieren oder einen Beruf zu erlernen. Als ihr Vater beim Minenräumen ums Leben kommt, steht die Familie vor dem Nichts. Als älteste der drei Töchter muss Shirin ihre Mutter nun finanziell unterstützen. Dazu muss sie eine Bacha Posh werden, ein Mädchen, das sich als Junge ausgibt. Shirin ist von nun an Shahin, ein Cousin aus dem Iran. Shirins Verschwinden wird damit erklärt, sie sei verheiratet worden. Sie erzählt nur ihrer besten Freundin Fatma die Wahrheit. Shirins Leben steht Kopf. Sie muss lernen, wie sich ein Junge verhält, um nicht aufzufliegen. Als Teejunge arbeitet sie Tag für Tag auf dem Basar und verkauft Tee und Gebäck. Zur Schule darf sie nicht mehr. Der Teehändler Ghaffar mag Shahin, ist jedoch besorgt, weil solch hübsche Kerlchen wie er besonders gefährdet sind. Er warnt Shahin, nie mit den Kunden ins Haus zu gehen, erklärt aber nicht warum. Shirin lernt Faruk kennen. Er sagt, er sei ein Bacha Bazi Junge, also ein „Jungenspiele-Junge“. Die naive Shirin versteht nicht, was er damit meint und fragt nach. Faruk will es ihr nicht erklären, Ghaffar redet lange herum und meint „Frauen sind für die Kinder und Jungen für den Spaß“, und ihre Mutter meint nur, dass man über so etwas nicht spricht. Manche sagen zu den Bacha Bazi auch „Dancing Boys“. Shirin denkt sich, Tanzen kann doch nichts Schlimmes sein, bis sie Faruks traurige Geschichte hört. Er erzählt, wie er im Alter von acht Jahren entführt, „ausgebildet“, verkauft und wieder verkauft wurde. Er muss seinem Herrn und dessen Gästen jederzeit zu Willen sein, muss Mädchenkleider tragen, tanzen, sich küssen, streicheln und schlagen lassen. Weigert er sich, wird er bestraft. Ein paar Mal trifft sich Shirin heimlich mit ihrer Freundin Fatma, bis diese verheiratet wird. Und bald steht noch eine weitere Hochzeit an. Das Gebäck von Shirins Mutter kommt auf dem Basar so gut an, dass der Bäcker Karim es in seinem Laden verkaufen will. Karim verliebt sich in Shirins Mutter, will sie zur Frau nehmen und auch ihre kleinen Töchter aufnehmen, aber für „Shahin“ ist in diesem Leben kein Platz. Darum will die Mutter Shirin zu einem Onkel in Teheran schicken. Der geht demnächst mit seiner Familie nach Deutschland und soll Shirin mitnehmen. Da Faruk verkauft werden soll, an einen abscheulichen Mann, der vorhat, ihn an ausländische Soldaten zu vermieten, die mit ihm „Spaß“ haben wollen, überredet Shirin ihn, mit ihr zu fliehen. Sie fahren mit dem Bus bis zur Grenze. Faruk trägt zur Tarnung eine Burka. Als er zufällig eindeckt, dass sein Freund Shahin „nur“ ein Mädchen ist, ist er zunächst wütend und es kommt zum Streit, doch dann sieht er ein, wie blöd sein Verhalten war. Die beiden verstecken sich auf dem Laster eines Bauern und kommen so ungesehen über die Grenze, doch der Weg nach Teheran ist noch weit. Faruk hat keinen Pass. Wie soll er nach Deutschland kommen? Als die beiden nach langer Busfahrt bei Shirins Onkel sind, lässt der Shirins Träume vom Studieren in Deutschland jäh zerplatzen. Er sagt, er weiß, was für sie das beste ist, nämlich nach der Schule zu heiraten und Kinder zu kriegen. Da hätte sie ja gleich in Afghanistan bleiben können! Anstatt auch in Deutschland ein Leben in Unterdrückung zu führen, wagt sie lieber die Reise ins Ungewisse mit Faruk … .
Eine beeindruckende Geschichte über ein mutiges Mädchen, packend und berührend!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Mord an unschuldigen Herzen"

Serafinas Leben ist in Gefahr: "Mord an unschuldigen Herzen"!

Lisa Mair
Mord an unschuldigen Herzen
978-3-8459-2522-6
AAVAA Verlag
Alter: 12+

Die dreizehnjährige Serafina Sorgenfrei lebt mit ihrer zehnjährigen Schwester Liv und ihrer Mutter zusammen. Ihr Vater lebt in München mit seiner neuen Frau Sonja und den kleinen Söhnen Joy und Tomi. Serafina ist eine Träumerin. Sie ist schwer verknallt in einen Jungen aus ihrer Schule, von dem sie jedoch nicht einmal den Namen weiß. Als ihr Vater Serafina und Liv am Wochenende abholt, legen sie noch einen Stopp ein, bevor sie zu ihm fahren, denn er will eine Wohnung besichtigen, die er eventuell kaufen möchte. Der Makler führt sie in der unheimlichen Wohnung herum, die Serafina eine Gänsehaut beschert. Vor allem das Kinderzimmer erinnert sie an eine Folterkammer. Ist das etwa Blut an den Wänden? Sie ist schockiert, als sie auf Bilder und Namen von Familienmitgliedern stößt. Die Erstgeboren der Familie Sorgenfrei starben im Alter von 13 Jahren, zuletzt ihr Onkel Desiderio. Jetzt ist Serafina 13, und sie ist eine Erstgeborene! Sie wird sterben! In Panik schlägt Serafina den Makler nieder. Ihr Vater begreift nicht warum und findet das Haus auch kein bisschen gruselig. Als sie ihre Fahrt nach München fortsetzen, erinnert sich Serafina daran, wie sie letztes Jahr auf dieser Strecke einen Unfall hatten und alle im Krankenhaus gelandet sind. Dort wurde Serafina von einem unheimlichen Mann nach ihrer Adresse und Telefonnummer gefragt, aber er ergriff die Flucht, als ihre Mutter ins Zimmer kam. Was sollte das? In München hat Sonja das Kommando: Bio-Marmelade statt Nutella, Museum statt Zoo … . Andererseits drückt sie sich vor der Verantwortung für ihre Söhne und verkriecht sich tagelang in ihrem Atelier. Papa wirkt niedergeschlagen. Nachdem sie dann doch im Zoo gelandet sind, eröffnet er seinen Töchtern, dass sie diesmal nicht mit zum Familientreffen an den Chiemsee (Sonjas Familie) dürfen, weil Sonja sie nicht dabei haben will. Serafina ist wütend und enttäuscht. Als sie auf der Rückfahrt im Stau stehen, hat Serafina mal wieder einen Tagtraum. Oft träumt sie von ihrem Schwarm, aber manchmal sieht sie auch unheimliche Dinge, wie Menschen mit roten Augen, so real, dass ihr übel wird. Sie besuchen den Makler, den Serafina verprügelt hat, im Krankenhaus. Er warnt sie, dass ihr Leben in Gefahr ist. In der Schulbibliothek findet sie durch Zufall eine Familienchronik über eine Familie namens Devillie. Paul Devillies 1. Frau stolperte über das Springseil der damals 13 jähren Becca Sorgenfrei und starb. Seine 2. Frau wurde von einem Fußball am Kopf getroffen und starb ebenfalls. Schuld war wieder ein 13 jähriger Sprössling der Sorgenfreis. Beide Kinder wurden dann ermordet aufgefunden. Als Serafina mit dem Rad stürzt, kommt ihr nicht nur ihre beste Freundin Shona, sondern auch ihr Traumtyp, der übrigens Mahdi heißt, zu Hilfe, und sie schwebt im 7. Himmel. Sie vertraut den beiden ihr Geheimnis an, und sie wollen ihr helfen. Statt zur Polizei zu gehen, will Serafina diesen Paul Devillie persönlich aufsuchen. Am Wochenende geht sie aber erst einmal mit Liv und ihrer Mutter zelten. Auf dem Markt sieht sie am Stand des Metzgers Leichenteile statt Fleisch, mit Namensschildern dran und fällt in Ohnmacht, was ihr total peinlich ist. Sie bereitet sich auf Montag vor, wenn sie ihren „Mörder“ konfrontieren will. Ihre Mutter erlaubt ihr nicht, dass sie am Montag nach der Schule noch mit ihren Freunden in die Stadt geht, aber sie setzt sich darüber hinweg. In der Schule wird ihr übel und sie übergibt sich. Dann gehen sie zu Pauls Haus. Serafina hat Todesangst und hofft, dass ihre Freunde sie nicht im Stich lassen werden. Dann steht sie ihrem „Mörder“ gegenüber … .
Ein spannender, außergewöhnlicher Krimi von einer talentierten, jungen Autorin!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783845925226

"Das Ungeheuer im Bodensee"

Sommerferien voller Abenteuer: "Das Ungeheuer im Bodensee"!

Brit Rodenberg
Das Ungeheuer im Bodensee
978-3-00-041994-2
Edition Sterntaucher Verlag
Alter: 12+

Der vierzehnjährige Ben aus Ravensburg verbringt die Sommerferien bei seiner Oma Charlotte, genannt Charlie, in Überlingen am Bodensee. Das Wetter ist bescheiden, Omas Hahn macht jeden Morgen um sechs einen Riesen-Radau, und Bens liebster Ferienfreund Tim ist weggezogen. Computer oder DVD-Player hat Oma Charlie nicht. Um sich zu beschäftigen, wühlt Ben auf den Dachboden in Opas alten Büchern. Dabei findet er eine Buchattrappe, auf der „Reise ins Glück“ steht. Darin sind ein seltsames Tuch und eine Flöte. Als Ben am See auf dieser Flöte spielt, meint er, etwas im Wasser zu sehen, etwas mit großen, gelben Augen. Ein Ungeheuer? Oder war es nur Einbildung? Ben lernt ein paar gleichaltrige Jugendliche aus der Nachbarschaft kennen und lädt sie zum Grillen ein. Da ist Paul, den er auf dem Markt getroffen hat, die stille Luise, deren Flaschenpost er am Seeufer entdeckt hat, und die freche, quirlige Mickie (eigentlich Michaela), die in Tims altes Haus eingezogen ist. Ben zeigt seinen neuen Freunden die Flöte, und sie rätseln, ob es wirklich ein Ungeheuer im See gibt, oder ob es nur ein Märchen ist, wie das Ungeheuer von Loch Ness. Das seltsame Tuch entpuppt sich als Spielfeld für ein Würfelspiel, und die vier beginnen zu spielen. Ein Vers erscheint, der auf den Zeppelin hinweist. Also radeln die Freunde nach Friedrichshafen. Zwei von ihnen dürfen tatsächlich an Bord des Zeppelins, weil zwei andere Passagiere kurzfristig abgesagt haben. So ein Glück! Luise und Paul fliegen mit. Luise fotografiert ohne Ende, und Paul wird übel. Der nächste Vers des rätselhaften Spiels führt die Jugendlichen auf die Insel Mainau. Sie beschließen, mit einem Boot zur Insel zu rudern. Der Insel liegt im Nebel. In diesem Nebel begegnen sie einem unheimlichen, alten Fischer, der sie warnt, auf keinen Fall weiter zu fahren. Dennoch setzen sie ihre Reise fort und erreichen die Insel. Alle sind ganz angetan von der üppigen Blumenpracht und den vielen Schmetterlingen. Luise bekommt von einer netten Frau in einem geblümten Kleid eine ganz besondere Pflanze geschenkt. Die vier Freunde sind gespannt, was sie als nächstes erwartet und spielen erneut das Spiel. Doch diesmal sagt ihnen der Vers nur, dass sie abwarten sollen. Die vier sind mittlerweile dicke Freunde, sogar mehr als das. Es ist nicht zu übersehen, dass Paul Luise sehr gern mag. Und Ben muss sich eingestehen, dass er sich in Mickie verknallt hat. Er will einen guten Eindruck auf sie machen und studiert Frauenzeitschriften, um herauszufinden, was Mädchen mögen. Er fragt sogar seine Oma um Rat. Eine gepflegte Erscheinung ist immer gut, daher kauft er sich ein schickes, neues Hemd. Ben und die anderen rätseln weiter, was es mit der Flöte, dem Spiel und einem eventuellen Ungeheuer auf sich hat. Die nächste Spur führt sie in die Heidenhöhlen. Gibt es dort einen Schatz? Ein unheimlicher Kapuzenmann bedroht sie, ein Totenkopf brennt und die Höhle stürzt ein, aber sie kommen halbwegs heil raus. Ben weiß, dass noch eine „Ereignis-Karte“ mit einem Rätselvers bei dem Spiel „Reise ins Glück“ übrig ist. Darauf steht, dass das, was er träumt auch passieren kann. Er trifft am See auf Toran, der ihm seine unglückliche Geschichte erzählt. Er berichtet davon, wie er seine große Liebe Jolanda verlor und zum Ungeheuer wurde. Ben erzählt seinen Freunden davon, und sie wollen die beiden erlösen. Um diese Aufgabe zu erfüllen, müssen sie stark sein, zusammen halten und allen möglichen Versuchungen widerstehen. Können sie den Fluch brechen?
Eine spannende Freundschaftsgeschichte und ein Ferienabenteuer am Bodensee!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 10. Januar 2018

"Aquila"

Finde die Wahrheit: "Aquila"!

Ursula Poznanski
Aquila
978-3-7855-8613-6
Loewe Verlag
Alter: 14+

Die neunzehnjährige Nika studiert Kunstgeschichte in Siena. An einem Dienstag wacht sie mit einem Blackout auf. Ihr fehlen zwei volle Tage. Auf dem Spiegel im Bad steht die Nachricht „Letzte Chance“, auf dem Boden liegt ein blutiges Männer-Shirt. Nika hat Kratzer im Gesicht, ihr Handy, ihr Schlüssel und ihr Pass sind weg. Dafür findet sie einen Zettel mit Notizen, die keinen Sinn ergeben, in ihrer Handschrift. Ihre Mitbewohnerin Jenny ist spurlos verschwunden, die Wohnungstür abgeschlossen. Jennys (Ex-)Freund Lennart kommt vorbei. Er weiß auch nicht, wo Jenny ist. Mit Hilfe der Frau des Hausmeisters befreit er die eingeschlossene Nika. Er erzählt, Jenny und Nika hätten Streit gehabt, und Jenny hätte Nika geschlagen. Nika sucht nach Jenny an der Uni, in Cafés, ohne Erfolg, dabei fühlt sie sich verfolgt. Jemand schleicht nachts in die Wohnung, und das Shirt ist weg. Nika geht zur Polizei, meldet ihre Sachen als gestohlen und Jenny als vermisst. Die Polizei nimmt sie nicht ernst. Jenny ist schließlich erwachsen und erst 3 Tage weg. In die Wohnung wird eingebrochen und alles durchwühlt. Kommilitonin Amelie bietet Nika an, erst einmal in ihrer WG zu wohnen. Da wohnt aber auch Liz, die Nika nicht dort haben will. Liz meint, Nika hätte sie mit einem Schlüssel verletzt, als sie ihr nur helfen wollte. Nika sei völlig durchgedreht und habe sich vor ein Auto geworfen. Nika erinnert sich an nichts. Ein Teil der seltsamen Notizen entpuppen sich als Liedtext von „Smells like Teen Spirit“. Nika muss sich übergeben, als sie das Lied hört. Zurück in ihrer Wohnung findet sie ein gruseliges Skizzenbuch von Jenny und eine neue Nachricht auf dem Spiegel: „Hau ab nachhause!“. War das Jenny? Stefano aus der WG hilft Nika bei ihren Nachforschungen. Die Polizei findet Jennys Leiche in einem unterirdischen Kanal. War die Drohung vielleicht gar nicht von Jenny, sondern für Jenny? Ein Messer mit Nikas Fingerabdrücken wird auch dort gefunden, ist aber nicht Tatwaffe, denn die war stumpf. Jenny wurde niedergeschlagen und ist ertrunken. Die Polizei verdächtigt dennoch Nika und glaubt nicht an den Gedächtnisverlust. Sie darf die Stadt nicht verlassen. Überall sieht sie einen Mann mit Skorpion-Tattoo, der sie verfolgt. Sie besorgt ein neues Handy und ein neues Türschloss. Sie arbeitet weiter an den seltsamen Notizen und findet so ihr zerstörtes Handy. Die SD Karte mit Fotos ist noch intakt, aber die Fotos der 2 fehlenden Tage sind unscharf und unbrauchbar. Jennys Mutter kommt, um Jennys Sachen zu holen, und ein Zettel mit einer neuen Drohbotschaft wird unter der Tür durch geschoben. Kurz verdächtigt Nika Stefano. Er mag sie eindeutig, aber sie weiß nicht, ob sie ihm wirklich trauen kann. Und was ist mit Lennart? Die Polizei findet Nikas Pass am Tatort und macht Druck. Die wirren Notizen führen Nika zu einem Eingang in die Katakomben und ihr wird klar, dass sie schon einmal hier war. Sie verschweigt Stefano ihren Ausflug. Ein Zettel in Jennys Zimmer führt sie zu einem Keller, und jemand sperrt sie dort ein. Es gelingt ihr jedoch zu entkommen. Die Polizei fahndet inzwischen nach ihr. Stefano versteckt sie bei seiner Oma. Eine weitere wirre Notiz auf Nikas Liste stellt sich als Autokennzeichen heraus. Sie schickt es an die Polizei. Die suchen derweil nach der verschwundenen Kellnerin Gloria. Hat der Fall mit Jenny zu tun? Bei Nika regen sich Erinnerungen. Mittlerweile ist sie überzeugt, dass Jenny ihr Drogen untergejubelt hat. Dann wird Nika von dem Skorpion-Mann an einen See entführt, und die Puzzle-Teile fügen sich zu einem Ganzen … .
Geheimnisse und falsche Fährten, Hochspannung bis zum Schluss! Typisch Poznanski!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Die Wahrheit kennst nur du"

Erinnere Dich: "Die Wahrheit kennst nur du"!

Eileen Cook, übersetzt von Bettina Arlt
Die Wahrheit kennst nur du
978-3-551-31613-4
Carlsen Taschenbuch Verlag
Alter: 14+

Jill wacht im Krankenhaus auf, mit einem gebrochenen Bein, aber ohne jede Erinnerung an die letzten 6 Wochen. Obwohl ihre Eltern sie vor der grausamen Wahrheit schützen wollen, erfährt Jill dennoch, dass ihre beste Freundin im Italien-Urlaub bei einem Autounfall starb, den Jill verursacht hatte. Als der von ihren Eltern bestellte Anwalt ihr eröffnet, dass sie unter Mordverdacht steht, bricht ihre Welt völlig zusammen. Simones Eltern wollen weder mit Jill reden, noch sie auf der Beerdigung dabei haben. Jill geht in die Reha und quält sich mit Physiotherapie und Gesprächen, die ihrer Erinnerung auf die Sprünge helfen sollen. Ihre Zimmergenossin Anna zeigt ihr, dass ihr Fall mittlerweile überall im Netz ist. Ein regelrechter Shitstorm gegen Jill ist losgebrochen, Freunde und Mitschüler stellen sie als Psycho dar, und sagen, sie hätte Simone vorsätzlich ermordet. Angeblich hätten die beiden auf der Studienreise in Italien Krach wegen eines Kerls gehabt, und Jill hätte Simone geschlagen. Ein Student namens Nico, der den Fremdenführer gespielt hat, hätte ausgerechnet mit der unscheinbaren Jill etwas angefangen und so ein Eifersuchtsdrama zwischen den Freundinnen ausgelöst. Jill kann das nicht glauben, da sie sich bisher nie groß für Jungs interessiert hat. Die Schule war ihr wichtiger, schließlich strebte sie ein Jurastudium in Yale an, während Partygirl Simone die Jungs reihenweise um den Finger wickelte. Simones strenge und gläubige Eltern hielten ihre Tochter jedoch für einen Engel. Trotz der Unterschiede (Simone war arm, Jill ist reich, Simone hat immer bestimmt, Jill immer nachgegeben …) waren die Mädchen seit der 4. Klasse die besten Freundinnen. Anna fragt Jill, wer ihr Böses wollen könnte, und Jill erzählt von ihrem Blog, den sie schließen musste, weil ein „Troll“ namens „VoxDude“ ihr mit Online-Mobbing das Leben zur Hölle machte. Anna kennt einen Hacker, der vielleicht die Identität dieses „VoxDude“ klären könnte. Jill hat Angst, im Gefängnis zu landen, ohne je die Wahrheit über Simones Tod erfahren zu haben. Sie hat einen Traum, in dem sie Simone schlägt. Eine Erinnerung? Ihre Eltern glauben nicht an ihre Unschuld, ihr Anwalt auch nicht. Die italienische Polizei kommt zum Verhör ins Krankenhaus. Sie wollen, dass Jill ausgeliefert wird. Jill muss nicht nur erfahren, dass sie ihre Unschuld mit Nico verloren hat, sondern wird auch noch mit einem Küchenmesser mit Simones Blut konfrontiert. Sie nehmen Jills Fingerabdrücke. Die Reha ist beendet, und Jill will nachhause. Ihre Mutter hat jedoch wegen den Gerüchten um Jill ihren Job verloren und musste außerdem umziehen, da die Eigentümergemeinschaft sie und Jill nicht mehr in der Nachbarschaft will. Die neue Frau ihres Vaters will Jill auch nicht bei sich haben, und die Schule meint, sie solle bis zum Abschluss besser Hausunterricht bekommen. Die Fingerabdrücke auf dem Messer sind tatsächlich Jills, aber ihr Anwalt kann die geforderte Auslieferung nach Italien verzögern. Jills Pass wird jedoch vorsichtshalber eingezogen. Die Gerüchte im Netz werden immer heftiger. Jills Anwalt nutzt die Presse, um Nico als Schuldigen zu präsentieren, denn der hatte verschwiegen, dass er es war, der das Auto gemietet hatte. Außerdem gräbt er ein Video vom Tatort aus, in dem die Polizei schlampig mit den Beweisen (Messer!) umgeht. Er glaubt nicht an Jills Unschuld, er will nur den Prozess gewinnen. Inzwischen hat Anna herausgefunden, wer der „Troll“ war, und es ist ein Schock für Jill. Langsam erinnert sie sich wieder, was wirklich geschah … .
Ein mörderisch guter Krimi, der bis zur allerletzten Seite Hochspannung bietet!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Hundert Lügen"

Trau Deinen Erinnerungen nicht: "Hundert Lügen"!

Alice Gabathuler
Hundert Lügen
978-3-522-20231-2
Thienemann Verlag
Alter: 14+

Ihr Vater ruft die Geschwister Kris und Manon überraschend zu sich nach Zürich. Er ist der Chef eines mächtigen Rohstoffkonzerns und bekommt seit einiger Zeit Drohbriefe. Die Drohungen richten sich gegen seine Familie, denn ihnen liegen beunruhigende Fotos von Kris und Manon bei. Kris und Manon haben sich ewig nicht gesehen. Sie waren auf verschiedenen Internaten. Als Kinder waren sie unzertrennlich, sie waren der „Drache“ und die „Prinzessin“, doch dann kam das „Sommercamp“ als Kris 7 und Manon 5 war. Im Schloss der „Eiskönigin“ und des „schwarzen Ritters“ wurden die beiden mit grausamen Psycho-Spielchen gequält und gebrochen. Beide haben bis heute Schuldgefühle wegen dem, was damals geschah. Manon glaubt, sie hätte Kris verraten, er denkt, er hätte sie nicht beschützt, als sie ihn brauchte. Als die Kinder aus dem Camp zurück waren, verließ die Mutter die Familie. Manon verlor sich in ihren Gefühlen, trug nur noch schwarz, hörte tote Rockmusiker und versuchte mit 13, sich umzubringen. Noch heute kratzt sie sich regelmäßig die Arme auf. Kris geht auf andere, aber nicht weniger selbstzerstörerische Weise mit dem Erlebten um. Ihr Vater hat mittlerweile eine neue Familie, eine Frau namens Robyn, die wie ein Topmodel aussieht und zwei entzückende kleine Kinder namens Timmy und Joy. Kaum in Zürich, wird das Auto, in dem Manon sitzt, von einem Vermummten angegriffen und Personenschützerin Ella angeschossen. Kris, der seinem Bodyguard davon gejoggt ist, wird übel verprügelt und ausgerechnet von Mitgliedern der „Scales of Justice“ (SoJ), dem größten Gegnern seines Vaters, gerettet. Manon schreibt Kris einen Brief und schiebt ihn unter seiner Tür durch, aber er wirft ihn weg, weil er denkt, er sei vom Vater. Die Geschwister sollten dringend reden, richtig reden! Sie müssen einander vergeben. Kris fühlt sich wie im Gefängnis, denn Sicherheitschef Alex lässt ihn nirgends hin. Auch Manon fühlt sich gefangen. Köchin Frida will ihr dringend etwas sagen, doch dann hat sie einen plötzlichen Autounfall. Kurz danach verschwinden Manon, Timmy und Joy, die unterwegs zu einer Ausstellung in der Vorschule der Kinder waren. Man geht von einer Entführung aus. Der Vater und Sicherheitschef Alex sind überzeugt, Kris und/oder Manon stecken dahinter, aus Rache für damals. Sie hätten selbst die Drohungen gegen sich geschickt und alles geplant, höchstwahrscheinlich zusammen mit der SoJ. Kris beteuert seine Unschuld, aber man glaubt ihm nicht. Manon sieht sich indes dem Entführer Dylan gegenüber. Er zwingt sie, einen Text für eine Videobotschaft vorzulesen. Der Wortlaut legt dem Zuschauer nahe, sie würde mit Dylan unter einer Decke stecken. Sie fordert darin 2 Millionen Euro Lösegeld. Joy und Timmy denken, dass sei alles nur ein Spiel. Die Situation erinnert Manon an das Camp von damals, als auch sie alles für ein Spiel hielt, ein grausames Spiel zwar, aber eben doch nur ein Spiel. Dann gibt ihr Dylan auch noch ihre Stoffmaus wieder, die sie im Camp verloren hat. Da wird ihr Einiges klar. Auch Kris zieht derweil die richtigen Schlüsse. Jahrelang glaubte er, mit Manon von seinem Vater in ein „Bootcamp“ gesteckt worden zu sein, das seinen Charakter formen sollte. Doch was, wenn seine Schwester und er damals in Wahrheit entführt wurden, wenn alles kein Spiel war? Kris entkommt aus dem Haus und nimmt mithilfe des Reporters Rick Kontakt zu SoJ auf. Die wollen ihm helfen, die Wahrheit herauszufinden. Kris muss zurück ins Haus seines Vaters. Doch wem kann er dort noch trauen? Er wendet sich an Ella … .
Ein atemberaubender Thriller! Ich konnte gar nicht mehr nicht aufhören zu lesen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 3. Januar 2018

"Nalia – Tochter der Elemente – Der Jadedolch"

Bezaubernde Nalia: "Nalia – Tochter der Elemente – Der Jadedolch"!

Heather Demetrios, übersetzt von Gabriele Burkhardt
Nalia – Tochter der Elemente – Der Jadedolch
978-3-423-71747-2
dtv junior Verlag
Alter: 14+

Einst gehörte Nalia zur Kaste der Ghan Aisouri, den mächtigsten Dschinn des Reiches Ardjinna, die alle vier Elemente beherrschen. Doch nun lebt sie in der Welt der Menschen, in Hollywood, als Sklavin des skrupellosen Geschäftsmannes Malek. Sie muss seinen Befehlen gehorchen und seinen Kunden, Freunden und Geschäftspartnern Wünsche erfüllen. Nalia wird für ihre Aufsässigkeit und ihre ständigen, jedoch vergeblichen, Fluchtversuche streng bestraft. Malek sperrt sie in eine Flasche, deren eiserne Wände ihr große Schmerzen bereiten und zudem ihre Magie schwächen. Eines Tages taucht der attraktive Raif aus der Dschinn-Kaste Djan auf. Nalia glaubt zunächst, er sei ein Attentäter, den die Ifrit, ebenfalls Dschinn, auf sie angesetzt haben. Immerhin ist sie die Letzte der Ghan Aisouri, die Letzte kaiserlichen Blutes. Doch Raif will sie gar nicht töten. Er ist ein Rebell und hat keine hohe Meinung von Nalias Kaste, die alle anderen unterdrückt hat, aber er ist auch kein Freund der Ifrit. Was will er von Nalia? Er braucht ihre Hilfe gegen die Ifrit, die die Macht in Ardjinna übernommen haben und bietet an, sie von Malek zu befreien. Das ist allerdings nicht so einfach. Malek ist so gut wie unsterblich. Solange er ihre Flasche hat, ist sie an ihn gebunden. Sie muss die Flasche stehlen. Damit Malek die Kette mit der Flasche ablegt, muss sie tun, was sie bisher vermieden hat: mit ihm schlafen. Er begehrt sie und hätte sie auch längst zwingen können, aber er will, dass sie sich ihm freiwillig hingibt. Während Raif sich mit seiner Schwester Zanari, einer Seherin, trifft, führt Malek Nalia in sein Lieblings-Kino aus. Als sie ihn küsst, spürt sie ein nie gekanntes Feuer und erkennt, dass Malek zu Hälfte ein (Ifrit-)Dschinn ist. Er wird wütend, weil er spürt, dass sie nur so tut, als wolle sie ihn, aber gesteht ihr auch, dass er ihr nie mit Absicht weh tun würde. Nalia sucht einen Untergrund-Club auf, wo sich Dschinn-Flüchtlinge aller Kasten treffen. Sie tarnt sich mit Magie, damit die anderen nicht merken, dass sie keine gewöhnliche Dschinn ist. Raif kommt auch in den Club. Sie tanzen, und Raif berichtet ihr von dem Attentäter Haran, der im Auftrag der Ifrit-Kaiserin Calan überall auf der Erde nach Nalia sucht. Er erzählt ihr auch endlich, was er eigentlich von ihr will: Salomons Siegelring, dessen machtvolle Magie alle Dschinn beherrschen kann. Raif weiß, dass der Ring sich auf der Erde befindet. Nalia ist die Einzige, die sein Versteck kennt, doch sie hat bei den Göttern geschworen, es nie zu verraten. Haran sucht unterdessen nach Nalia und tötet alle Dschinn, die ein Muttermal wie sie haben. Nalia hat Angst vor ihm, doch noch mehr Angst hat sie um ihren Bruder, der noch in einem Arbeitslager in Ardjinna ist, wo ein grausamer Bürgerkrieg wütet. Der Ring könnte ihn beenden. Leider kommt Nalia mit ihren Bemühungen, ihre Flasche an sich zu bringen nicht weiter. Dafür begegnet ihr Haran in einem (Alp-)Traum, und ein unzufriedener Kunde ihres Meisters versucht, sie umzubringen. Malek kann das nicht zulassen und ertränkt ihn in einem Teich. Ein weiterer „Kunde“ von Malek, ein russischer Waffenhändler (der auch Waffen an die Ifrit in Ardjinna liefert) bietet Nalia einen Deal an. Für Unsterblichkeit verrät er ihr den Namen des Dschinn-Verräters, der den Sklavenhandel kontrolliert. Haran kommt indessen immer näher und setzt die Hügel Hollywoods in Brand, um Nalia auszuräuchern. Ihr Meister ist verreist, und der Plan mit der Flasche endgültig gescheitert. Im Angesicht des Todes bittet Nalia Raif, den Ring allein zu holen, doch er entscheidet sich stattdessen, Nalia zu helfen.
1001 Nacht in Hollywood, eine außergewöhnliche, mitreißende Fantasy-Geschichte!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis"

Frostige Fantasy: "Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis"!

Danielle Paige, übersetzt von Anne Brauner
Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis
978-3-522-20237-4
Thienemann Verlag
Alter: 14+

Snow ist die Prinzessin von Algid, wo ihr grausamer Vater, König Lazar, regiert. Doch sie ahnt nichts davon, weil ihre Mutter nach ihrer Geburt mit ihr in die Menschenwelt floh. Seit frühester Kindheit lebt Snow in der Psychiatrie. Dort lernt sie Bale kennen, und im Laufe der Jahre wird aus Freundschaft Liebe. Als er ihr jedoch nach dem ersten Kuss das Handgelenk bricht, werden die beiden getrennt und haben sich nun schon ein Jahr lang nicht mehr gesehen. Nachdem Snow bei einem Streit eine Mitpatientin verletzt, hat sie einen seltsamen Traum: Ein Junge nennt sie Prinzessin und sagt irgendwas über Magie. Es bleibt nicht bei diesem einen Traum. Snow setzt heimlich ihre Tabletten ab, und schleicht sich eines Nachts zu Bale. Sie wird Zeuge, wie er durch einen Spiegel entführt wird. Ihr gelingt die Flucht aus der Anstalt, und sie macht sich auf die Suche nach Bale. Im Wald gelangt sie durch einen Baum nach Algid und trifft dort auf Jagger, den Jungen aus ihrem Traum. Algid ist voller Eis und Schnee. Seit 15 Jahren herrscht hier Winter. Jagger spricht von einer Prophezeiung. Als Snow von einer Flusshexe vor dem Ertrinken gerettet wird, begegnet sie Gerde und Kai. Die Flusshexe war einmal die Hexenschwester von Snows Mutter. Eigentlich beherrschen nur Hexen Magie, doch König Lazar tut es ebenfalls, und seine Kraft wurde durch einen Spiegel verstärkt, den die Hexen zwar zerstörten, doch er ist noch immer mächtig. Laut der Prophezeiung kann Snow den König entweder zu Fall bringen oder seine Macht ins Unermessliche steigern. Snow besitzt Macht über den Schnee. Die Hexe will ihre Gabe trainieren, doch Snow weiß nicht, ob sie ihr trauen kann, doch sie geht darauf ein, weil sie nur so Bale finden kann. Gerde ist auch ein Hexen-Lehrling. Sie hat ein Händchen für Pflanzen und Tiere, nur nicht bei den Bestien, die Lazar aus Schnee erschafft und kontrolliert. Allerdings kann sich Gerde selbst in eine Art Bestie verwandeln. Es ist ihr großes Geheimnis. Kai kann Snow sichtlich nicht leiden und sie ihn auch nicht, doch plötzlich küsst er sie und stürzt sie in ein Gefühlschaos. Sie liebt doch Bale, oder? Auf dem Markt erregt Snow unerwünschte Aufmerksamkeit. Sie wird Zeuge, wie ein Junge ein Lied über sie singt und dafür hingerichtet werden soll. Snow legt sich daraufhin mit dem Vollstrecker an, Lazars rechter Hand, einem seelenlosen Ungeheuer. Er ist jedoch zu mächtig. Sie kommt nicht gegen ihn an. Auf der Flucht trifft Snow Jagger wieder. Jagger ist ein Räuber und lebt mit anderen Räubern auf einer getarnten Burg. Dort herrscht Margot, eine „Königin“ von unbekannter Herkunft, die nicht wirklich königlich ist. Jagger war in ihrem Auftrag unterwegs, um in der Menschenwelt ihre Tochter zu finden. Stattdessen fand er Snow. Margot will alle Scherben von Larzars Spiegel. Außerdem will sie etwas von Snows Blut, da es mächtige Magie enthält. Leider wirkt das Blut nicht so, wie sie es sich gedacht hatte. Snow will nur Hilfe, um endlich Bale zu finden, der höchstwahrscheinlich von Lazar gefangen gehalten wird. Wenn Bale frei ist, will sie nur noch nachhause. Warum soll sie eine Welt retten, die sie nicht als ihre Welt sieht? Der König hat ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt, und der Vollstrecker sucht sie. Sie trainiert mit Jagger, den sie mehr mag als sie sich eingestehen will. Getarnt verschaffen sie sich Zugang zum Ball der Herzogin, die Snows Cousine ist, und die eine der Spiegelscherben besitzt. Snow findet die Scherbe, aber dann steht sie plötzlich der Herzogin gegenüber. Die ist nicht ihre Cousine, sondern ihre Zwillingsschwester … !
Der Auftakt einer genialen, neuen Fantasy-Reihe! Ich freue mich schon auf Band 2!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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